22. Mai 2019, 14:52
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Bewertungen: Erst jedes dritte Unternehmen hat darüber nachgedacht

Eine globale, branchenübergreifende Studie zu Kundenbewertungen zeigt: In Sachen Rating-Strategien herrscht Nachholbedarf. Unternehmen sollten den Einfluss von Produktbewertungen auf die Konsumenten – und damit auf die Markenbildung, den Absatz und die Preisgestaltung – nicht unterschätzen.

Transparenz-Bewertung in Bewertungen: Erst jedes dritte Unternehmen hat darüber nachgedacht

54 Prozent der Unternehmen halten Produkt-Ratings von Kunden für sehr wichtig; für 29 Prozent sind sie immerhin noch relativ wichtig. 17 Prozent sind der Meinung, dass Ratings überhaupt nicht wichtig sind beziehungsweise noch keine Rolle spielen. Das sind die Ergebnisse der Studie “Trend Radar 2019 -The Rating Economy” (Teil 2 / Unternehmensbefragung)* der globalen Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners.

Erst jeder Dritte hat eine Idee zum Umgang mit Bewertungen

Auch wenn die Bedeutung von Ratings dem Großteil der Unternehmen bewusst ist, scheint noch nicht klar zu sein, wie sie mit diesem Trend umgehen sollen: Nur 15 Prozent der Befragten haben bereits eine Strategie, um ihren Kunden das Bewerten von Produkten einfacher zu machen. 16 Prozent haben eine Strategie, um bessere Kundenbewertungen zu erhalten. Immerhin 28 Prozent haben bereits einen ersten Entwurf einer Strategie, der aber laut eigenen Aussagen noch weiteren Feinschliff benötigt.

“Dass Produkt-Ratings für Verbraucher ein sehr wichtiges Entscheidungskriterium im Kaufprozess sind, hat die Konsumentenbefragung unserer Trend Radar-Studie Anfang des Jahres deutlich gezeigt”, sagt CEO Dr. Georg Tacke. “Nun sehen wir, dass die Unternehmen beginnen, sich mit dem Thema Kundenbewertungen auseinanderzusetzen.

Aber ihre Maßnahmen befinden sich meist noch in einem frühen Stadium. Viele Unternehmen wissen einfach nicht, wie sie das Thema Ratings anpacken sollen. Das erinnert mich an die Unsicherheit, die anfänglich auch bei der Digitalisierung geherrscht hat: Allen war klar, dass es Handlungsbedarf gibt, aber kaum jemand wusste, was genau zu tun war.”

Vier Stufen der “Rating Maturity”

Die befragten Unternehmen lassen sich anhand ihrer Einstellung zu und ihrem Umgang mit Ratings in vier Gruppen einteilen:

1. Nachzügler (17 Prozent): Unternehmen, für die Kundenbewertungen (noch) keine Bedeutung spielen

2. Macher (47 Prozent): Unternehmen, die Kundenbewertungen wichtig finden und angefangen haben, darauf zu reagieren – die aber von sich selbst sagen, noch keine Rating-Strategie zu haben

3. Theoretiker (19 Prozent): Unternehmen, die zwar angeben, eine Rating-Strategie zu haben, aber diese (noch) nicht wirklich umsetzen

4. Vorreiter (17 Prozent): Unternehmen, die eine Rating-Strategie haben und diese auch bereits umsetzen

 

Seite 2: Chancen und Risiken für Unternehmen

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