5. März 2019, 12:42
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Digitalisierung: Mangel an überzeugenden Visionen

Finanzdienstleister hinken bei der digitalen Transformation im Vergleich zu anderen Branchen hinterher, so das Ergebnis einer neuen Studie des Capgemini Research Institute. Die Studie untersucht das allgemeine Stimmungsbild von leitenden Bank- und Versicherungsangestellten in Bezug auf die Digitalisierungs- und Führungsfähigkeiten.

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Der Anteil der Zuversichtlichen ist von 41 Prozent auf 37 Prozent gefallen.

Im Vergleich zu 2012 war diesmal ein kleinerer Teil der Führungskräfte aus dem Finanzdienstleistungsbereich davon überzeugt, dass ihre Unternehmen über die notwendigen digitalen Fähigkeiten verfügen, um erfolgreich zu sein. Der Anteil der Zuversichtlichen ist von 41 Prozent auf 37 Prozent gefallen.

Obwohl mehr Manager der Meinung waren, dass sie über die notwendigen digitalen Voraussetzungen für eine hohe Kundenzufriedenheit verfügen (40 Prozent gegenüber 35 Prozent), ging das Vertrauen in die internen Prozesse deutlich zurück: Nur 33 Prozent der Führungskräfte gaben an, über die erforderlichen operativen Fähigkeiten zu verfügen – verglichen mit 46 Prozent vor sechs Jahren.

Außerdem wurde angeführt, dass die Führungsqualität rückgängig ist: So gaben lediglich 41 Prozent der Befragten an, dass ihre Unternehmen über die notwendigen Kompetenzen verfügen, gegenüber 51 Prozent im Jahr 2012. In einigen Bereichen sank das Vertrauen in die Leitung deutlich – darunter Unternehmensführung (von 45 Prozent auf 32 Prozent), Mitarbeitereinbindung (von 54 Prozent auf 33 Prozent) und IT-Geschäftsbeziehungen (von 63 Prozent auf 35 Prozent).

Kein “übergeordneter Fahrplan”

Führungskräfte kritisierten auch, dass es an einer überzeugenden Vision für die digitale Transformation in ihren Unternehmen fehlt. Nur 34 Prozent der Befragten aus dem Bankwesen und 24 Prozent aus Versicherungen stimmten der Aussage zu, dass sich “unsere Vision der digitalen Transformation durch interne Organisationseinheiten zieht”, wobei nur 40 Prozent bzw. 26 Prozent angaben, dass “ein übergeordneter Fahrplan für die digitale Transformation existiert”.

Insgesamt wurden über 360 Führungskräfte aus 213 Unternehmen befragt, deren Gesamtumsatz 2017 rund 1,67 Billionen US-Dollar betrug. (kb)

Foto: Shutterstock

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