15. Mai 2019, 17:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

P&R-Vergleichsvorschlag: Schon 30.000 Rückläufer

In den Insolvenzverfahren für die deutschen Gesellschaften des gescheiterten Container-Anbieters P&R reagieren die Anleger nach Angaben der Insolvenzverwalter sehr positiv auf deren Vergleichsvorschlag.

103697730-1 in P&R-Vergleichsvorschlag: Schon 30.000 Rückläufer

Der einstige Marktführer bei Container-Direktinvestments meldete im Frühjahr 2018 Insolvenz an.

Innerhalb der ersten Tage nach dem Versand der ausführlichen Unterlagen seien bis heute bereits über 30.000 Rücksendungen wieder bei den Insolvenzverwaltern aus der Kanzlei Jaffé angekommen, in denen die Gläubiger – also in erster Linie die Anleger – ihre Zustimmung zur Forderungsfeststellung erklären.

Auch die Hemmungsvereinbarung werde von “den meisten” Gläubigern unterzeichnet. Insgesamt wurden in den vier Insolvenzverfahren rund 80.000 Schreiben an rund 54.000 Gläubiger verschickt. Damit habe bereits weit über ein Drittel der Gläubiger dem Vergleichsvorschlag zugestimmt.

Insolvenzquote offen

Der Vergleich bezieht sich auf die Höhe der Forderung, die der betreffende Anleger zur Insolvenztabelle anmeldet und ist damit die Basis für die Verteilung einer späteren Insolvenzquote. Über deren Höhe und über die späteren Zahlungen sagt der Vergleich noch nichts aus.

Mit der “Hemmungsvereinbarung” verzichten sowohl die Anleger als auch die Insolvenzverwalter auf die Einrede der Verjährung in bestimmten Fällen. Auf Seiten der Anleger geht es dabei um die eventuelle “Anfechtung” und damit Rückforderung von Zahlungen, die P&R vor den Insolvenzanträgen an die Anleger geleistet hat, durch die Insolvenzverwalter.

Ohne die Vereinbarung müssten die Insolvenzverwalter die Anleger zur Hemmung der Verjährung womöglich bald verklagen, obwohl noch gar nicht geklärt ist, ob sie zur Anfechtung berechtigt sind. Im Gegenzug können die Anleger durch die Hemmungsvereinbarung weitere Schäden – etwa durch steuerliche Nachteile – ohne Zeitdruck gegenüber P&R bzw. den Insolvenzverwaltern geltend machen.

Seite 2: Frist bis zum 14. Juni

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

DIA: Rentenkommission steht mit leeren Händen da

„Aufgabe nicht erfüllt. Dieses knappe Fazit müsste die Rentenkommission heute bei der Vorstellung ihrer Ergebnisse ziehen, wenn sie ehrlich wäre“, erklärte Klaus Morgenstern, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA).

mehr ...

Immobilien

Wichtige Schutzmaßnahmen für Kleinvermieter und kleine Immobilienunternehmen fehlen noch

„Die Kündigungsschutzmaßnahmen für Mieter sind wichtig und richtig. Gleichwohl darf die Rettung der Mieter nicht bei den Vermietern abgeladen werden. Der Kleinvermieterschutz kommt derzeit zu kurz. Private Kleinvermieter dürfen nicht zu den großen Verlierern der Hilfsmaßnahmen in der Corona-Krise werden.“ Das sagt Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes Deutschland IVD, heute nach der Verabschiedung des umfangreichen Corona-Hilfspakets im Bundesrat.

mehr ...

Investmentfonds

Banken werden die Rezession besser meistern, als vom Markt erwartet

Ein Kommentar von Sebastian Angerer und Ivor Schucking, Research Analysts bei der Legg-Mason-Boutique Western Asset Management, zu den Perspektiven der Banken bei einem Konjunktureinbruch.

mehr ...

Berater

AfW bietet Übersicht zu Corona-Fördermitteln

Die Bundesregierung hat ein umfangreiches Hilfspaket für Unternehmer zusammengestellt, um die Folgen der Coronakrise zumindest abzumildern. Der AfW Bundesverband Finanzdienstleistung gibt nun allen Vermittlern eine Übersicht über mögliche Fördermöglichkeiten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lloyd Fonds beendet weiteren Holland-Fonds mit Gesamtüberschuss

Die Lloyd Fonds Gruppe hat im März 2020 ein Fondsobjekt in Utrecht an einen französischen institutionellen Investor verkauft. Das teilt das Unternehmen anlässlich der Vorlage des Geschäftsberichts 2019 mit. Die BaFin erteilte zudem eine weitere KWG-Zulassung. Die Hauptversammlung wird wegen Corona verschoben.

mehr ...

Recht

EuGH: Widerrufsrecht im Darlehensvertrag muss klar formuliert sein

Darlehensverträge müssen klare und für Verbraucher verständliche Hinweise auf den Beginn von Widerspruchsfristen enthalten. Dies hat der Europäische Gerichtshof am Donnerstag zu einem Fall aus Deutschland klargestellt (Rechtssache C-66/19).

mehr ...