Volksbanken mit Gewinnplus

Deutschlands Volks- und Raiffeisenbanken wollen die digitalen Zugangswege für ihre Kunden weiter ausbauen. „Zum Angebot von Apple Pay befinden wir uns in laufenden Gesprächen mit Apple und sind zuversichtlich, unseren Kunden noch in diesem Jahr eine Lösung anbieten zu können“, sagte Andreas Martin, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

Ihre Marktanteile im Kreditgeschäft und bei Kundeneinlagen konnten die regional verankerten Institute ausbauen.

Den Bezahldienst Apple Pay gibt es seit Ende 2018 in Deutschland. Nutzer können im Laden mit dem iPhone oder der Apple Watch kontaktlos wie mit einer Kreditkarte bezahlen. Apple Pay funktioniert in Deutschland bisher mit Karten unter anderen von Deutscher Bank, N26, Hypovereinsbank, Santander und Comdirect Bank sowie American Express.

Das Filialnetz der Genossenschaftsbanken schrumpfte im vergangenen Jahr weiter auf 10.520 (Vorjahr: 11.108) Standorte. Zu Hochzeiten Anfang der 1990er Jahre waren es noch fast 21.000. Allerdings gab es damals auch noch mehr als 3.000 Volks- und Raiffeisenbanken – Ende 2018 waren es 875 und damit nochmals 40 weniger als vor Jahresfrist. Für das laufende Jahr gebe es derzeit 35 Fusionsanmeldungen.

„Zufriedenstellendes Ergebnis“ erwartet

Ihre Marktanteile im Kreditgeschäft und bei Kundeneinlagen konnten die regional verankerten Institute im vergangenen Jahr ausbauen: Die Kreditbestände legten um fast sechs Prozent auf 590 Milliarden Euro zu, die Kundeneinlagen um gut fünf Prozent auf 697 Milliarden Euro.

Unter dem Strich verdienten die Genossenschaftsbanken zusammen nach vorläufigen Zahlen rund 2,2 Milliarden Euro, nach 1,98 Milliarden Euro Überschuss ein Jahr zuvor. Da ein Ende der Niedrigzinsphase nicht in Sicht ist und die konjunkturelle Lage sich eintrübt, rechnet der BVR mit einem weiteren herausfordernden Jahr für die Institute. Insgesamt sei jedoch auch 2019 ein „zufriedenstellendes Ergebnis“ zu erwarten. (dpa-AFX)

Foto: Picture Alliance

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