10. Januar 2019, 09:55
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Zwei weitere BaFin-Warnungen vor Plattformen ohne Erlaubnis

Die Finanzaufsicht BaFin hat zwei weitere Online-Handelsplattformen aufgespürt, denen sie keine Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften oder Erbringen von Finanzdienstleistungen im Inland erteilt hat. Eine davon kontaktiert die deutschen Anleger sogar direkt.

Shutterstock 557329258 in Zwei weitere BaFin-Warnungen vor Plattformen ohne Erlaubnis

Beide Plattformbetreiber agieren ohne Angabe von Rechtsform und Sitz aus dem Verborgenen.

Die BaFin weist darauf hin, dass sie “Top Algo Trade” keine Erlaubnis gemäß Paragraf 32 Kreditwesengesetz (KWG) zum Betreiben von Bankgeschäften oder Erbringen von Finanzdienstleistungen im Inland erteilt hat. Das Unternehmen unterstehe nicht ihrer Aufsicht.

Top Algo Trade spreche potentielle deutsche Kunden per E-Mail an und locke sie auf die Website top-algo-trade.com, so die Mitteilung der Behörde. Unter dieser anonym registrierten Domain werbe das Unternehmen für ein angeblich automatisiertes Programm zum Forextrading. Das Unternehmen gebe weder seine Rechtsform noch seinen Sitz an.

Angeblich “preisgekrönt”

Zudem weist die BaFin darauf, dass sie einem Unternehmen namens “Bitcoin Evolution” ebenfalls keine Erlaubnis nach dem KWG erteilt hat und auch dieses nicht unter ihrer Aufsicht steht.

Bitcoin Evolution biete unter bitcoinevolution.com in deutscher Sprache die Teilnahme am angeblichen Optionshandel mit Kryptowährungen an. Investitionen sollen ab 250 US-Dollar möglich sein, um mit einem „preisgekrönten, genauen und automatischen Algorithmus Profite zu machen“, wie die BaFin zitiert. Auch Bitcoin Evolution nenne weder seine Rechtsform noch seinen Sitz.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Behörde aus dem gleichen Anlass vor zwei anderen Plattformen gewarnt, darunter die nahezu namensgleiche “Bitcoin Revolution”. (sl)

Foto: Shutterstock

Mehr zum Thema BaFin:

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Einnahmen der Rentenversicherung trotz Corona gestiegen

Die Deutsche Rentenversicherung kommt nach eigenen Angaben finanziell bisher gut durch die Corona-Krise. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres seien die Beitragseinnahmen weiter leicht gestiegen, teilte ein Sprecher mit.

mehr ...

Immobilien

CDU-Generalsekretär dringt auf Verlängerung des Baukindergelds

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat sich für eine weitere Verlängerung des Baukindergeldes um neun Monate bis Ende 2021 ausgesprochen.

mehr ...

Investmentfonds

Kretschmann bezweifelt schnellen Siegeszug des E-Autos

Vielen geht die Wende hin zur Elektromobilität aus Klima-Gründen längst nicht schnell genug. Der Grünen-Politiker Kretschmann hat dagegen keine Eile. Ganz im Gegenteil

mehr ...

Berater

Adcada GmbH stellt Insolvenzantrag

Die Adcada GmbH aus Bentwisch (bei Rostock) hat Insolvenz angemeldet. Vorausgegangen waren unter anderem Auseinandersetzungen mit der Finanzaufsicht BaFin, die nun von Adcada für die Insolvenz mitverantwortlich gemacht wird. Das Unternehmen war auch in die Schlagzeilen geraten, weil es Anlegergeld zur Produktion von Corona-Schutzmasken einsammeln wollte.

mehr ...

Sachwertanlagen

AEW versilbert deutsches Büroimmobilien-Portfolio

Der Asset Manager AEW gibt die Vermittlung der Anteilscheine am AEW City Office Germany-Fonds an einen Fonds von Tristan Capital Partners, Curzon Capital Partners 5 LL, bekannt. Das Portfolio umfasst sieben Objekte mit insgesamt rund 83.000 Quadratmetern Mietfläche.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...