20. Juli 2005, 00:00
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Internationaler Immo-Dachfonds kommt

Die Swisscap Investment Management AG, Pfäffikon (Schweiz), will institutionellen Anlegern in Deutschland künftig eine neue Form des internationalen Immobilieninvestments anbieten. Geplant ist ein Dachfonds mit einem Volumen von 100 Millionen Euro, der in so genannte Real Estate Private Equity Fonds (REPE-Fonds) investieren wird.

?Die Zeit ist reif für Fund of Funds, ein Konzept, das in anderen Investmentklassen bereits erfolgreich umgesetzt wird?, sagt Dr. Bernhard Köhler, CEO der Swisscap und Eigner von 50 Prozent der Unternehmensanteile. Weitere 50 Prozent befinden sich im Besitz der Bonner IVG Immobilien AG. ?Es ist für viele institutionelle Investoren wirkungsvoller und sicherer, sich das Know-how von erfahrenen Immobilienmanagern zu Nutze zu machen und in REPE-Fonds zu investieren, als direkte Investitionen im Ausland zu tätigen?, so Köhler weiter.

Hintergrund: In den vergangenen 20 Jahren haben sich REPE-Fonds international als neue Anlagekategorie etabliert. Ausgehend von den USA decken die Emittenten dieser Fonds mit ihren Investitionen inzwischen nahezu den gesamten Globus ab und nutzen weltweit die Vorteile der Diversifikation. Aufgrund der hohen Mindestbeteiligungssummen von zehn Millionen US-Dollar und mehr sind sie allerdings bislang institutionellen Geldern vorbehalten.

Die Swisscap, die auf das europaweite Netzwerk der IVG bauen kann, will ihre Produkte mit einer Mindestanlagesumme von einer Million Euro vor allem schweizerischen Geldgebern und Pensionskassen sowie Großanlegern aus Europa anbieten. Das Kapital soll über die Dachfondskonstruktion in acht bis zwölf internationale Zielfonds fließen. Dadurch ist eine Streuung auf bis zu 500 Immobilien möglich. Grundlage für die Fondselektion ist die Swisscap-Datenbank mit aktuell mehr als 500 REPE-Zielfonds, die über ein eigenes Ratingsystem selektiert werden.

?Real Estate Fund of Funds eignen sich aufgrund Ihrer breiten Diversifikation und ihres professionellen Managements auch für ein breiteres Publikum als Kapitalanlage. Allerdings erschweren die unterschiedlichen Steuersysteme die Konzeption und die Administration eines paneuropäischen oder global investierenden Fund of Funds für deutsche Privatanleger, sofern die Fondsmanager beabsichtigen Vermietungseinkünfte und damit einen gewissen Steuereffekt zu erzielen?, sagt Köhler.

?Aus diesem Grund sind Fund of Funds für Privatanleger aktuell nur auf ein bestimmtes Investitionsland ausgerichtet, was allerdings eine Abhängigkeit von den Entwicklungen nur eines Immobilienmarktes mit sich bringt?, fährt Köhler fort. ?Für die kommenden Jahre sehen wir jedoch einen deutlichen Trend in Richtung einer globalen Diversifikation. Ausgehend von unseren Zielrenditen, die sich im zweistelligen Bereich bewegen, sind selbst nach dem Halbeinkünfteverfahren attraktive Nachsteuerrenditen für Privatanleger zu erzielen.?

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