Anzeige
11. März 2005, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Lässt Falk Capital Anleger im Stich?

Das Sanierungskonzept der Falk Capital KG, München, zielt offenbar in erster Linie auf die Rettung der Unternehmens-gruppe Falk ab. Die Interessen der Fondsgesellschaften des Initiators sowie von dessen Anlegern, die von der Schieflage des Emissionshauses ebenfalls betroffen sind, wurden bei der Suche nach einem Ausweg möglicherweise zum großen Teil außer Acht gelassen.

Laut DFI-Gerlach-Report subsumiert Unternehmenschef Helmut Falk unter dem Begriff ?Falk Capital Gruppe?, für die laut Pressemitteilung des Hauses von Ende Januar gemeinsam mit dem Düsseldorfer Beratungsunternehmen RölfsPartner ein Konzept zur Fortführung erarbeitet werden sollte, nach eigener Aussage vier Firmen: Die Falk Capital KG sowie deren Töchter Falk Asset Management, Falk Financial Marketing und Falk Development. Die Falk-Fonds gehören demnach offenbar nicht dazu.

Bedroht sind laut DFI vor allem die Anleger von Falk-Fonds in der Rechtsform ?GbR? (Gesellschaft bürgerlichen Rechts), von denen sich Ende 2003 laut Leistungsbilanz noch mindestens zehn in der aktiven Bewirtschaftungsphase befanden. ?Die am stärksten bedrohten Anleger werdeneinfach im Stich gelassen?, schreibt der Anlegerschutzbrief. Hintergrund: Anleger, die sich an einer GbR beteiligen, müssen im Ernstfall auch aus ihrer Privatschatulle Mittel beisteuern, um Forderungen beispielsweise von Seiten beteiligter Banken zu bedienen.

Die KG-Anleger dagegen seien den Sanierern wichtig gewesen, weil sie durch ihren weitgehenden Forderungsverzicht nennenswert zur Rettung der Falk Capital Gruppe beitragen konnten.

Im Einzelnen sind laut DFI bei den GbR-Fonds 61 und 63 die Mietgarantien Ende 2004 ausgelaufen. Ansonsten seien laut Leistungsbilanz (abgesehen von marginalen Zahlungen an Fonds 60) 2002 bis 2003 keine Garantieleistungen an GbR-Fonds gezahlt geworden.

Dagegen weisen einige Fonds Unterdeckungen auf, die zum Teil die Existenz der Anleger bedrohen.?Die Banken?, so der DFI-Gerlach-Report, ?beginnen bereits, die Anleger in Anspruch zu nehmen.?

Von der Falk Capital KG war zunächst keine Stellungnahme zu den Vorwürfen zu erhalten.

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

bAV-Reform vor allem für Niedrigverdiener attraktiv

Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) sieht in der Einigung der Koalitionsfraktionen auf eine Stärkung der Betriebsrente vor allen Dingen Vorteile für Niedrigverdiener sowie kleine und mittlere Unternehmen.

mehr ...

Immobilien

Playa de Palma: Imagewandel beflügelt Immobilienmarkt

An der Playa de Palma sind Wohnimmobilien auf Mallorca laut Engel & Völkers noch vergleichweise günstig zu erwerben. Der Region stehe jedoch ein Aufschwung bevor. Das Unternehmen hat seinen ersten Wohnimmobilien-Shop an diesem Standort eröffnet.

mehr ...

Investmentfonds

BNP Paribas bündelt Privatkunden- und institutionelles Geschäft

Unter der Marke BNP Paribas Asset Management (BNPP AM) führt der Assetmanager der BNP Paribas Gruppe ab dem 1. Juni 2017 seine Investmentlösungen für institutionelle und private Investoren zusammen.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Prospekthaftung: BaFin gibt Entwarnung – ein wenig

Die BaFin hat gegenüber Cash. zu einem BGH-Urteil Stellung genommen, das einen von ihr geprüften Fondsprospekt mit deutlichen Worten kassiert hatte und damit auch Fragen zur Rechtssicherheit aktueller Emissionen aufwirft.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...