Lloyd Fonds reduziert eigene Schiffspipeline um 30 Prozent

Das Hamburger Emissionshaus Lloyd Fonds AG teilt mit, in den kommenden drei Jahren lediglich 21 der für diesen Zeitraum ursprünglich geplanten 29 Schiffe abzunehmen. Darüber hinaus verhandelt der Initiator eigenen Angaben zufolge über deutliche Kaufpreisreduktionen der bestellten Schiffe. In sechs Fällen habe eine Verschiebung der Ablieferung um ein bis zwei Jahre erreicht werden können.Lloyd Fonds ist das erste Emissionshaus, das derart offen über das heikle Thema Stornierung von Neubauten informiert.

Wie das Unternehmen mitteilt, liegt das Stornierungsvolumen bei rund 458,8 Millionen US-Dollar. Damit reduziere sich das Bestellvolumen von Lloyd Fonds um 21 Prozent, das Haftungsvolumen des Initiators werde auf 281 Millionen Euro gesenkt.
Vier der genannten acht Schiffe sind Massengutfrachter mit einer Kapazität von 118.000 dwt, die andere Hälfte sind Containerschiffe mit einer Stellplatzkapazität von 3.400 TEU. „Wir passen die Schiffspipeline des Unternehmens kontinuierlich den aktuellen Rahmenbedingungen des Marktes an, die jetzigen Ergebnisse sind ein erster Teilerfolg“, sagt Dr. Torsten Teichert, Vorstandsvorsitzender der Lloyd Fonds AG.

Marktexperten schätzten die Zahl der beschäftigungslosen Containerschiffen auf über 500. Der Auftragsbestand für Containerschiffe in den Orderbüchern liege bei rund 1.100 Schiffen. Laut Prognosen des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) werden im Jahr 2009 insgesamt 382 Containerschiffe abgeliefert, im Jahr 2010 würden weitere 358 Containerschiffe erwartet. (af)

Den verbleibenden Auftragsbestand der Lloyd Fonds AG gibt das Unternehmen wie folgt an:
4 Containerschiffen mit 3.600 TEU
6 Containerschiffe mit 12.800 TEU
3 Bulker mit 35.000 dwt
2 Bulker mit 79.600 dwt
6 Bulker mit 92.500 dwt

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