DZAG: Umsätze erreichen wieder Niveau von September 2008

210 Handelsabschlüsse mit einem Nominalwert von 11,91 Millionen Euro verbuchte die Hamburger Deutsche Zweitmarkt AG (DZAG), Makler und Handelshaus für Anteile an geschlossenen Fonds, im ersten Quartal 2010. Gegenüber dem letzten Quartal des Vorjahres bedeutet das eine Steigerung um 60 Abschlüsse und ein Plus von zwei Millionen Euro.

DZAGWie bei dem Wettbewerber Deutsche Fondsbörse war der März der umsatzstärkste Monat im Berichtszeitraum: Bei der DZAG wurden Unternehmensangaben zufolge Anteile mit einem Volumen von 6,29 Millionen Euro gehandelt – der stärkste Umsatz seit 18 Monaten. Der durchschnittliche Handelskurs im ersten Quartal bewegte sich mit 69,81 Prozent deutlich über dem Niveau des vierten Quartals 2009 (43,84 Prozent). „Nach einem schwachen Jahresauftakt ist wieder Bewegung in den Zweitmarkt gekommen. Sowohl aufseiten der Verkäufer als auch auf Käuferseite verzeichnen wir ein spürbar ansteigendes Handelsinteresse“, kommentiert DZAG-Vorstand Björn Meschkat das Handelsergebnis.

Kurstreiber Immobilienfonds

Schiffe und Immobilien bestätigen auch im ersten Quartal 2010 ihre Position als meistgehandelte Assetklassen im Zweitmarkt. Während sich der Anteil der Schiffe gegenüber dem vierten Quartal 2009 um 4,0 Prozentpunkte auf 64,9 Prozent nur leicht erhöhte, legten Immobilien um deutliche 15,6 Prozentpunkte auf 33,2 Prozent zu. Ursächlich für den starken Immobilienhandel war nach Einschätzung der Handelsplattform die hohe Nachfrage nach ausgewählten Immobilienfonds, die sich auch im insgesamt höheren Kursniveau widerspiegele. Anleger von Schiffsfonds hätten hingegen aufgrund negativer Medienberichte über weitere zu erwartende Sanierungsfälle zunehmend auch zu geringen Handelskursen verkauft.

An Bedeutung verloren haben bei der DZAG dagegen die weiteren Assetklassen. Hatten regenerative Energien, Flugzeuge und das Private-Equity-Segment im letzten Quartal 2009 noch einen Anteil von 21,4 Prozent, waren es im ersten Quartal dieses Jahres nur noch 1,9 Prozent. „Im Bereich der regenerativen Energien findet häufig nur ein kleinteiliger Handel statt. Darüber hinaus gestaltet sich die Übertragung von Anteilen insbesondere durch Hemmnisse seitens der Emittenten schwieriger als bei anderen Assetklassen“, nennt Meschkat Ursachen für das fehlende Interesse am Handel in diesem Segment. Eine  Ausnahme stellten gut laufende Beteiligungen an Solarparks dar, die vor allem von institutionellen Anlegern nachgefragt würden.

Privatkäufer und Zweitmarkt-Initiatoren als Hauptakteure

Private Käufer (48,22 Prozent) und Zweitmarkt-Emissionshäuser (44,10 Prozent) dominierten zu fast gleichen Teilen die Handelsaktivitäten bei der DZAG. Der Anteil der sonstigen Institutionellen am Handel fällt dagegen mit 7,69 Prozent vergleichsweise gering aus. „Private Investoren schätzen Fondsbeteiligungen, die bereits auf eine erfolgreiche Entwicklung verweisen können. Diesen Trend konnten wir auch schon im letzten Quartal des Vorjahres beobachten“, so Meschkat. (af)

Foto: Shutterstock

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