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29. Juli 2010, 13:52
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Hannover Leasing: “Bei der A380 fehlt es an Erfahrung”

Das Emissionshaus Hannover Leasing hat jetzt auch ein Passagierflugzeug des Typs Airbus A380 in seiner Flotte. Geschäftsführer Andreas Ahlmann erläutert, wie das Fondskonzept die mit dem Riesenjet verbundenen Risiken minimieren soll.

Ahlmann-hannover-leasing in Hannover Leasing: Bei der A380 fehlt es an Erfahrung

Andreas Ahlmann im Cash.-Interview

Cash.: Hannover Leasing hat in der Vergangenheit vornehmlich kleinere Mittelstreckenflugzeuge der A320-Familie in der alten Finanzierungsleasing-Struktur angeboten. Melden Sie sich aufgrund des höheren ­Pres­tiges mit dem Großraumflieger A380 nach einer Emissionspause von zwei Jahren im Operate-Leasing-Gewand zurück?

Ahlmann: Nein, wir reagieren damit auf die große Nachfrage auf Seiten unserer Anleger. Die kleineren Modelle haben unbestreitbare Vorteile, einer davon ist die höhere Fungibilität. Wenn der Erst-Leasingvertrag ausläuft, lassen sich die Mittel­streckenmaschinen mit vergleichsweise geringem Aufwand für einen erheblich größeren Nutzerkreis umrüsten, ohne dass dafür neues Fremdkapital aufgenommen werden muss. Bei der A380 fehlt es sowohl hinsichtlich der tatsächlich anfallenden Unterhaltskosten als auch des Weitervermarktungsaufwands an Erfahrung. Ein zukünftiger Nutzerkreis ist heute noch nicht absehbar. Wahrscheinlich ist jedoch, dass als Anschlussmieter jedenfalls nicht die Premium-Gesellschaften in Frage kommen, die derzeit zu den Leasingnehmern gehören, sondern vielmehr weniger liquide Airlines ihr Interesse bekunden werden. Für die Anleger unseres Fonds haben wir einen Weg gefunden, dieses Anschlussvermietungsrisiko „herauszustrukturieren“.

Cash.: Wie sieht dieser Weg aus?

Ahlmann: Unsere A380 ist in den kommenden zehn Jahren an Singapore Airlines verleast. Im Anschluss besteht eine einmalige Verlängerungsoption für weitere fünf Jahre auf Basis der dann herrschenden Marktrate, die gutachterlich prognostiziert wurde und Grundlage der Ergebniskalkulation des Fonds ist. Sollte die Fluglinie die Option nicht ziehen, hat sie sich vertraglich dazu verpflichtet, einen neuen Leasinggeber zu stellen. Unabhängig davon sichert Singapore Airlines für den fünfjährigen Optionszeitraum in jedem Fall eine Mindestmiete in Höhe von monatlich 882.000 US-Dollar zu. Somit weist das Fondskonzept eine gesicherte Vermietung des Flugzeugs über die gesamte Fondslaufzeit auf. Die vollständige Entschuldung wird bereits nach 12,5 Jahren erreicht und die Kapitalrückführung der Investoren ist gesichert.

Seite 2: Wie tief musste Hannover Leasing in die Tasche greifen?

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1 Kommentar

  1. Meine Erfahrung mit Hannover Leasing ( 3 Beteiligungen) sind ernüchternd. Die Versprechungen wurden nicht erfüllt. Es gab und gibt eine Fülle von Ärger. Nachfragen werden nicht beantwortet. Telephonischer Rückruf zugesichert aber nicht getätigt. Meine Empfehlung Finger weg von dieser Gesellschaft

    J. Pfeil

    Kommentar von Joachim Pfeil — 30. November 2011 @ 16:40

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