Anzeige
5. November 2010, 12:36
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Mehr als 1.200 Handysizer werden verschrottet”

Der Hamburger Initiator Orange Ocean platziert den siebten Bulker-Fonds. Die Geschäftsführer Claudia Humme und Dr. Olav Killinger über die Vorteile des Einnahme-Pools der hauseigenen Reederei United Seven und das Abwrackpotenzial im Handysize-Segment.

News Interview OrangeOcean in Mehr als 1.200 Handysizer werden verschrottet

Claudia Humme und Olav Killinger

Cash.: Wodurch unterscheidet sich Ihr Einnahme-Pool-Konzept von denen Ihrer Wettbewerber?

Killinger: Unsere Flotte verfügt über Handysize-, Handymax- und Supramax-Bulker. Wir setzen nur Schiffe derselben Größenklasse in einem Pool ein und streuen über Charterlaufzeiten, Charterraten und Charterer. Um die Einnahmen für unsere Fonds möglichst kalkulierbar zu machen, beschäftigen wir einen Teil der Schiffe langfristig zu einem festen Tagessatz, setzen andere auf dem Spotmarkt ein oder schließen für manche Schiffe indexbasierte Charterverträge.

Cash.: Welcher Index bildet die Basis und wie ist die Einnahmesituation im Vergleich zu den fest vercharterten Schiffen?

Humme: Der Baltic Handysize Index (BHSI) wird täglich von der Baltic Exchange in London veröffentlicht und ist ein Mittelwert realer Charterabschlüsse für Hauptfrachtgüter auf sechs weltweiten Standardrouten. In unserem Handysize-Pool werden künftig acht baugleiche Schiffe beschäftigt. Sechs dieser Bulker sind zwischen drei und vier Jahren zu einer Bruttorate von 21.266 bis 22.100 US-Dollar pro Tag verchartert. Zwei Schiffe werden für drei Jahre zu einer Charter eingesetzt, die den BHSI abbildet. Während sich für einen baugleichen Bulker aktuell dreijährige Festchartern in Höhe von 15.000 US-Dollar pro Tag vereinbaren ließen, hat unser Schiff im laufenden Jahr bis zu 24.000 US-Dollar brutto täglich verdient.

Cash.: Worin sehen Sie die Vorteile der indexbasierten Vercharterung gegenüber einer Beschäftigung auf dem Spot-Markt?

Humme: Bei der indexbasierten Vercharterung erzielt das Schiff an 365 Tagen pro Jahr Einnahmen, abgesehen von technisch bedingten Off-Hire-Zeiten. Zudem kann es an den  Chancen eines steigenden Marktes partizipieren. Schiffe, die nur im Spotmarkt eingesetzt werden, müssen demgegenüber manchmal leer zum nächsten Einsatzort fahren und dabei auf Erträge verzichten, obwohl  die Schiffsbetriebskosten weiter laufen.

Seite 2: Wie hoch ist das Abwrackpotenzial bei Handysize-Bulkern?

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

1 Kommentar

  1. […] Bulker-Fonds. Die Geschäftsführer Claudia Humme und Dr. Olav Killinger über die Vorteile […] Cash. Online: News- und Serviceportal für Finanzdienstleistungen Share and […]

    Pingback von “Mehr als 1.200 Handysizer werden verschrottet” | Mein besster Geldtipp — 7. November 2010 @ 20:05

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...