17. März 2011, 15:06
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Auch Ownership kappt die Taue zu Beluga

Wie das Hamburger Emissionshaus Ownership mitteilt, habe der Initiator bereits in der vergangenen Woche sämtliche Charterverträge mit der Beluga Chartering GmbH in Bremen gekündigt. Betroffen seien elf Mehrzweckfrachter, von denen allerdings nur zwei unmittelbar durch die Beluga Group bereedert worden seien.

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Die Vertragsbeziehungen zwischen Ownership und Beluga wurden gelöst.

Die Chartergesellschaft der Unternehmensgruppe hat gestern den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens bei Bremischen Amtsgericht gestellt. Der Mitgesellschafter und Kreditgeber der Bremer Beluga Group, der amerikanische Investor Oaktree, habe bereits am 3. März 2011 Banken, Reedereien und Emissionshäuser darüber informiert, dass die Beluga Chartering wirtschaftlich nicht mehr in der Lage sei, die vereinbarten Charterraten zu zahlen, teilt Ownership mit. Die Emissionshäuser HCI Capital und die Oltmann Gruppe hatten ebenfalls ihre Schiffe abgezogen und die zugrundeliegenden Vertragsverhältnisse fristlos gekündigt.

„Wir wollten das Eigentum unserer Anleger damit dem Zugriff durch den Insolvenzverwalter entziehen“, erklärt Thomas Wenzel, Geschäftsführer bei dem Hamburger Emissionshaus. Die Mehrzweckfrachtschiffe, die die Ownership-Schiffsgesellschaften an die Beluga Chartering verchartert hatten, seien sämtlich von Einschiffsgesellschaften finanziert, die rechtlich und wirtschaftlich unabhängig sind. Alle Schiffe hätten bisher planmäßig entschuldet werden können.

„Wir bereiten derzeit die geordnete Übergabe dieser zwei Schiffe an eine von der Beluga Group unabhängige Bereederungsgesellschaft vor. Hierfür stehen erfahrene Bereederungsgesellschaften aus dem Umfeld von Ownership zur Verfügung. Die Übergabe der Schiffe soll bei Anlaufen der nächsten Häfen vollzogen werden“, sagt Olaf Pankow, ebenfalls Geschäftsführer bei dem Initiator.

Derzeit würde ein nachhaltiges Beschäftigungskonzept erarbeitet. Für zwei der von Ownership emittierten Beluga- Schiffsgesellschaften hätten bereits Charterverträge „auf einem auskömmlichen Niveau“ abgeschlossen werden, so der Initiator. Um für eine Verstetigung der Erlöse zu sorgen, solle ein Einnahmepool für die Beluga- Schiffsgesellschaften gegründet werden. (af)

Foto: Shutterstock

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