Erster Containerfonds von Buss Capital vorzeitig aufgelöst

Die Anleger des „Buss Global Container Fonds 1“ aus dem Jahr 2005 haben dem Verkauf des rund 171.000 TEU umfassenden Containerportfolio zugestimmt und werden laut Buss Capital einen Gesamtmittelrückfluss von 179 Prozent erzielen.

Container_Buss_aktuellUrsprünglich war der Exit für das Jahr 2012 angedacht, allerdings konnte das Fondsmanagement die rund 2.900 Anleger überzeugen, dass die gegenwärtige Marktlage für den Verkauf der Containerflotte genutzt werden sollte. „Weil Container seit gut einem Jahr knapp sind, mustern die Reedereien kaum welche aus. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Gebrauchtcontainern weiterhin sehr hoch. Deshalb sind die Preise für ältere Container stark gestiegen“, sagt Dr. Dirk Baldeweg, als geschäftsführender Gesellschafter von Buss Capital für Containerinvestitionen verantwortlich.

Dem Verkauf sei ein Bieterverfahren vorangegangen, das die singapurische Tochtergesellschaft von Buss Capital im Auftrag der Fondsgesellschaft initiiert hatte. Wie der Initiator weiter mitteilt, hat eine Tochtergesellschaft des weltgrößten Containervermieters Textainer den Zuschlag erhalten, die rund 165 Millionen US-Dollar zuzüglich Mietforderungen für die 171.000 Boxen bezahlt. „Angesichts des hohen Gebots von Textainer haben wir unseren Fondsanlegern zum Verkauf geraten. Weil die Containerflotte mit einem Durchschnittsalter von über zwölf Jahren schon sehr alt ist, wäre fraglich gewesen, ob man weiterhin einen so hohen Erlös hätte erzielen können“, sagt Baldeweg.

Mit dem Kaufpreis werde zunächst das verbleibende Darlehen der Fondsgesellschaft abgelöst. Die Anleger sollen anschließend insgesamt rund 112 Millionen US-Dollar in zwei Raten erhalten. Anfang Juni 2011 würden ihnen rund 128 Prozent der ursprünglichen Zeichnungssumme zufließen, der Differenzbetrag werde voraussichtlich Mitte des zweiten Quartals 2012 ausgezahlt, sobald die Liquidation der Fondsgesellschaft weitgehend abgeschlossen ist. Die Gesamtauszahlungen belaufen sich nach Angaben des Emissionshauses auf rund 179 Prozent der Einlage während einer Laufzeit von 5,6 statt der geplanten sieben Jahren. (af)

Foto: Buss Capital

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