Hansa Treuhand sieht Schifffahrtskrise überwunden

In der Leistungsbilanz 2010 der Hansa Treuhand hat die Krise noch deutliche Spuren hinterlassen. Die Brutto-Chartererlöse der Flotte aus 70 fahrenden Schiffen sanken gegenüber 2009 nochmals um etwa 25 Prozent, die Betriebsüberschüsse um mehr als die Hälfte. Die Auszahlungen der Fonds stiegen gegenüber dem Vorjahr im Schnitt hingegen von 1,8 Prozent auf 2,5 Prozent des Eigenkapitals. Für 2011 rechnet Ebel mit einer Auszahlung über alle Fonds von etwa 3,5 Prozent. Der Tilgungsvorsprung der Flotte sei zwar weiter abgebaut worden, betrage insgesamt aber noch immer gut eine halbe Jahrestilgung, so Ebel.

18 Fonds benötigten frisches Kapital der Anleger, um den Betrieb aufrecht erhalten zu können. „Alle Konzepte wurden erfolgreich umgesetzt und erfolgten auf freiwilliger Basis“, betonte Ebel. Insgesamt haben die Anleger den Fonds 51,9 Millionen Euro zusätzliches Kapital zur Verfügung gestellt. Zwei 1994 in Dienst gestellte Fondsschiffe wurden 2010 verkauft. Trotz des schwachen Marktes erzielten die Anleger laut Leistungsbilanz in der Endabrechnung eine Rendite von 9,5 beziehungsweise 10,3 Prozent pro Jahr (Methode interner Zinsfuß).

Für das zweite Halbjahr 2011 plant Ebel erstmals seit Ausbruch der Krise wieder einen Schiffsfonds. Die Beteiligung an einem 3.500-TEU-Frachter wird jedoch als Private Placement angeboten. Zudem ist neben dem aktuell in der Platzierung befindlichen Flugzeugfonds „Sky Cloud III“ ein weiterer Fonds mit einem Airbus A 380 geplant, der langfristig an die Airline Emirates vermietet ist. (sl)

Foto: Hansa Treuhand

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