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8. Juni 2011, 14:27
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Regulierung: VZBV will zentrale Aufsicht für alle

Am Donnerstag findet im Bundestag die erste Lesung zur geplanten Regulierung des Beteiligungsvertriebs statt. Im Vorfeld ist indes eine Debatte darüber entbrannt, ob Vermittler künftig von der Bafin oder den Gewerbeämtern überwacht werden sollen. Jetzt hat sich der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) zu Wort gemeldet.

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Gerd Billen

Nach dem Gesetzentwurf der Bundesregierung sollen für die Vermittler die lokalen Gewerbeämter zuständig sein.

Den Verbraucherschützern schmeckt das gar nicht. Sie verlangen, dass alle Finanzvermittler durch die Finanzaufsicht Bafin beaufsichtigt werden sollen. Eine Kontrolle durch Gewerbeämter sei „ineffektiv“. „Aufsicht ist nicht alles, aber ohne eine erfahrene und schlagkräftige Aufsicht ist alles nichts”, kritisiert VZBV-Vorstand Gerd Billen.

Man fordere deshalb den Bundestag auf, der Empfehlung des Bundesrats zu folgen. Die Länderkammer hatte sich bereits Ende Mai für eine Überwachung der Vermittler geschlossener Fonds durch die Bafin stark gemacht.

Die Bafin sei für eine solche Aufsicht spezialisiert, den Gewerbeämtern fehle diese Erfahrung, so Billen weiter. Es müsse verhindert werden, dass das Aufsichtsniveau für Verbraucher variiere, je nachdem welche Anlageprodukte sie bei wem kaufen würden.

Vermittler befürworten Gewerbeaufsicht

Werden indes die Vermittler nach ihrer Meinung gefragt, von wem sie kontrolliert werden wollen, spricht sich die Mehrheit (63 Prozent) für eine Aufsicht durch die Gewerbeämter aus. Das hat eine Umfrage des Branchendienstes „Markt Intern“ ergeben.

Die personenbezogene Aufsicht durch die Gewerbeämter sei nach allgemeiner Ansicht auf mittelständische Freiberufler zugeschnitten und werde bereits im Bereich der Makler und Versicherungsvermittler erfolgreich praktiziert, schreiben die Studienmacher in ihrer Umfrage.

Mit einer Bafin-Aufsicht sei zudem kein zwangsläufiger Nutzen für den Anlegerschutz verbunden. Das Gegenteil sei eher der Fall, wenn man die Folgen und Ursachen der Finanzkrise und die Rolle von Banken und Bankenaufsicht dabei analysiere.
 (ks)

Foto: VZBV

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1 Kommentar

  1. “Die Zukunft vorherzusagen, ist unmöglich, und alle derartigen Versuche wirken – wenn sie ins Detail gehen – schon wenige Jahre später lächerlich. Dieses Buch hat ein realistischeres, zugleich aber auch anspruchsvolleres Ziel. Es versucht nicht, die Zukunft zu beschreiben, sondern die Grenzen abzustecken, innerhalb derer mögliche Zukunftsentwicklungen liegen müssen. Wenn wir die kommenden Jahrhunderte einmal als unerforschtes, kartographisch noch nicht erfasstes Land ansehen wollen, so will ich versuchen, dessen Grenzen zu vermessen und eine gewisse Übersicht über die Ausdehnung zu bekommen. Die detaillierte Geographie des Landesinneren bleibt unerforscht – bis wir einmal dort sind.
    Von wenigen Ausnahmen abgesehen, beschränke ich mich auf einzigen Aspekt der Zukunft – auf ihre Technologie, nicht auf die Gesellschaft, die darauf basieren wird. Das ist keine so starke Einengung, wie es zunächst erscheinen mag, denn die Wissenschaft wird die Zukunft noch mehr beherrschen, als dies schon gegenwärtig der Fall ist. Außerdem sind Voraussagen überhaupt nur auf diesem Gebiet möglich. Für die wissenschaftliche Extrapolation gelten immerhin einige allgemeingültige Gesetze, während das bei Politik und Wirtschaft nicht der Fall ist.
    Ich glaube – und hoffe – auch, dass Politik und Wirtschaft in der Zukunft nicht mehr so wichtig sein werden wie in der Vergangenheit. Die Zeit wird kommen, wo die Mehrzahl unserer gegenwärtigen Kontroversen auf diesen Gebieten uns ebenso trivial oder bedeutungslos vorkommen werden wie die theologischen Debatten, an welche die besten Köpfe des Mittelalters ihre Kräfte verschwendeten. Politik und Wirtschaft befassen sich mit Macht und Wohlstand, und weder dem einen noch dem anderen sollte das Hauptinteresse oder gar das ausschließliche Interesse erwachsener, reifer Menschen gelten.”

    Arthur C. Clarke (Profile der Zukunft)

    Die Arbeitsteilung erhob den Menschen über den Tierzustand und die Qualität der makroökonomischen Grundordnung bestimmt den Grad der Zivilisiertheit, die der Kulturmensch erreichen kann. Ist die Makroökonomie noch fehlerhaft, bedarf es der Religion, um diese Fehler aus dem Bewusstsein zu streichen, sowie der “hohen Politik”, um die sozialen Spannungen abzumildern, die durch die fehlerhafte Makroökonomie entstehen.

    Was den meisten unbewussten Menschen bisher nur als “Finanzkrise” bekannt ist, bezeichnete der “Jahrhundertökonom” John Maynard Keynes als – beginnende – Liquiditätsfalle. Schnappt sie zu, kann nur noch der Krieg einen nächsten Zyklus der Arbeitsteilung einleiten. Doch der Krieg – zwecks umfassender Sachkapitalzerstörung, um den Zinsfuß hochzuhalten – konnte nur solange der Vater aller Dinge sein, wie es noch keine Atomwaffen gab!

    Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert: http://www.deweles.de

    Kommentar von Stefan Wehmeier — 9. Juni 2011 @ 13:02

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