12. Dezember 2011, 14:15
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„Kampagnen sind keine Sprints, sondern Langstrecke“

Eric Romba, Hauptgeschäftsführer des VGF Verband geschlossene Fonds, zu den ersten Erfahrungen mit der kontrovers diskutierten Imagekampagne, dem Plan, eine branchenweite Leistungsbilanz einzurichten und dem Fall Irmgard Greiner.

Rombaquer in „Kampagnen sind keine Sprints, sondern Langstrecke“

VGF-Sprecher und Geschäftsführer Eric Romba

Cash.: Die Resonanz einiger Medienvertreter auf die Imagekampagne des VGF war nicht sonderlich positiv. Welche Reaktionen haben der Verband und seine Mitglieder von der Politik, von Vertriebspartnern und der Anlegerschaft erhalten?

Romba: Das Bild, das einige Journalisten von der Kampagne und ihrer Wirkung gezeichnet haben, ist anders als das Bild, das wir aus dem Markt selbst bekommen. Von dort kommt sehr viel Zuspruch. Viele finden, dass es an der Zeit war, eine Kampagne für das Produkt zu machen und dass es gut ist, dass der Verband das Thema in die Hand nimmt. Die Materialien werden von verschiedensten Vertriebspartnern, aus dem freien Vertrieb ebenso wie von Banken, abgefordert und eingesetzt. Andere Verbände haben uns zur Art und Weise der Kampagne beglückwünscht. Aus der Politik hören wir: „Mutig, aber den Ton getroffen.“

Cash.: Eine unmittelbare Resonanz auf Anzeigenkampagnen in Print-Medien lässt sich schwer messen. Wie wird das Angebot des Online-Portals www.kleines-wirtschaftswunder.de angenommen?

Romba: Ich habe mir sagen lassen, dass im Online-Bereich die durchschnittliche Verweildauer eines Besuchers das Maß aller Dinge ist. Und hier sind wir tatsächlich überrascht worden: Mehr als 40.000 Menschen haben in den acht Wochen nach dem Kampagnenstart unser Portal besucht und sie sind im Durchschnitt etwa siebeneinhalb Minuten geblieben. Das ist weit über dem Durchschnitt, der liegt so in etwa bei zweieinhalb Minuten für vergleichbare Formate.

Cash.: Was würden Sie bei der Informationsoffensive heute anders machen?

Romba: Hinterher ist man immer schlauer. Im Übrigen ist es natürlich einfacher, nur zu kommentieren, anstatt selbst zu machen. Fakt ist: Wir haben innerhalb weniger Monate mit unseren Mitgliedern eine umfangreiche Informationskampagne auf die Beine gestellt. Wir haben neue Kommunikationswege und Bildsprachen für den geschlossenen Fonds gesucht, gefunden und eingesetzt. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Branche, dass es eine konzertierte Kampagne für die Anlageklasse gibt. Was ich besonders wichtig finde: Kampagnen sind keine Sprints, sondern Langstrecken. In zwei Jahren werden wir sehen, wo wir stehen und inwiefern die Kampagne einen Beitrag zur Entwicklung der Branche geleistet hat.

Seite 2: Mit einer branchenweiten Leistungsbilanz gegen den Vertrauensschwund

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1 Kommentar

  1. Der “Fall” der Rentnerin, den der Spiegel nach Art des Tränendrüsenjournalismus aufbereitet hat, ist für mich gar nicht eindeutig. Es kann gute Gründe geben, Rentnern Fonds zu vermitteln, die vermutlich zur Erbmasse gehören werden. Zum Beispiel die Bewertung bei der Erbschaftssteuer, aber auch schlicht die erwartete Vermögensvermehrung. Die Frau hatte ein Gesamtvermögen von 500.000 Euro.

    Kommentar von Jürgen Braatz — 23. Februar 2012 @ 17:06

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