Anzeige
Anzeige
24. Mai 2012, 12:19
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Die neue Welt startet am 1. Juni

Finanzanlagenvermittlergesetz: Bereits Anfang Juni ändern sich entscheidende Rahmenbedingungen für den Fondsvertrieb. Die Berater sollten gewappnet sein.

Martin Klein, Votum-Verband

Martin Klein, Votum-Verband

Als das Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagerechts im Dezember letzten Jahres verkündet wurde, standen in der Berichterstattung häufig die recht großzügigen Übergangsvorschriften im Vordergrund.

Das Inkrafttreten des Gesetzes für die bisher nach Paragraf 34c Gewerbeordnung (GewO) tätigen Vermittler, erst zu Beginn des Jahres 2013 und die sich anschließende zweijährige Frist zum Nachweis der ausreichenden Qualifikation vermittelte Vielen den Eindruck, dass man sich erstmal mit vordergründig wichtigeren Dingen befassen könne.

Akuter Handlungsbedarf

Hierbei wurde nicht berücksichtigt, dass das Gesetz bereits ab dem 1. Juni diesen Jahres für eine Vielzahl von Marktteilnehmern erhebliche Anforderungen vorsieht, die es nunmehr, falls noch nicht erfolgt, in kürzester Zeit umzusetzen gilt. Betroffen sind insbesondere Anbieter von geschlossenen Fonds, vor allem aber auch Haftungsdächer und ihre Vertriebspartner.

Die Anbieter müssen für jeden geschlossenen Fonds, dessen Vertrieb nach dem 1. Juni 2012 aufgenommen wird, zusätzlich zu dem Verkaufsprospekt, ein höchstens dreiseitiges Vermögensanlageninformationsblatt erstellen. Dieses soll die wesentlichen Informationen zu dem Fonds in übersichtlicher und leicht verständlicher Form enthalten, so dass dem Anleger ermöglicht wird, die mit der Investition verbundenen Risiken, seine Aussichten auf die Kapitalrückzahlung, die Entwicklung bei unterschiedlichen Marktbedingungen sowie die mit der Anlage verbundenen Kosten und Provisionen einzuschätzen, um diese Merkmale insbesondere mit anderen Finanzinstrumenten vergleichen zu können.

Ungeklärt ist noch, wie zukünftig mit Alt-Fonds verfahren werden soll, die vor dem 1. Juni 2012 aufgelegt wurden, sich aber noch in der Platzierung befinden. Eine gesetzliche Verpflichtung, für diese Produkte ein Vermögensanlageninformationsblatt anzufertigen, besteht nicht. Da dieses jedoch ab Juni 2012 zum gesetzlichen Informationsstandard für Neuprodukte gehört, wird vielfach gefordert, es für sämtliche noch in der Platzierung befindlichen Fonds vorzuhalten, um nicht dem Vertrieb den Vorwurf auszusetzen, er würde Anlagen mit unterschiedlicher Informationsqualität platzieren und so Kunden schlechter stellen.

Statusänderung für geschlossene Fonds

Die maßgebliche Veränderung für den Vertrieb ergibt sich jedoch dadurch, dass geschlossene Fonds ab dem 1. Juni 2012 den Status von Finanzinstrumenten erhalten. Damit endet für die Kooperationspartner von Haftungsdächern eine weit verbreitete und bis dahin zulässige Ausgestaltung ihrer Vertriebstätigkeit.

Seite zwei: Haftungsdächer sind verantwortlich

Weiter lesen: 1 2 3 4

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

Risikomanagement bei Immobilienprojekten: Verband fordert einheitliche Standards

Der Bau-Monitoring-Verband (BMeV) fordert einheitliche nationale Standards beim Risikomanagement in der Projektfinanzierung. Dies könne einem deutlichen Anstieg der Kosten für Immobilienprojekte entgegen wirken.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...