Hannover Leasing gibt Vertriebsstartschuss für A380-Flugzeugfonds

Der Pullacher Initiator Hannover Leasing startet den Vertrieb des angekündigten Fonds Flight Invest 50. Dessen Anleger investieren in einen Jumbo vom Typ Airbus A380, der an die Fluggesellschaft Emirates verleast ist.

Die Airline mit Sitz in Dubai hatte zum 31. Juli 2012 insgesamt 90 Maschinen dieses Typs bestellt, von denen 22 bereits ausgeliefert worden sind. Damit verfügt die inzwischen größte Langstrecken-Airline mit Abstand über die größte A380-Flotte weltweit. Die Entscheidung für den Ausbau der Airbus A380-Flotte ist Teil der Strategie Emirates, ihren Kunden über das Drehkreuz Dubai weltweite Anbindungen mit einem ausgezeichneten Serviceangebot zu bieten.

Das Gesamtinvestitionsvolumen der Flugzeugofferte beträgt 227 Millionen US-Dollar, zu dem die Anleger rund 95,2 Millionen US-Dollar beisteuern sollen. Das Fondskonzept sieht die Rückführung des Eigenkapitals und die vollständige Tilgung des Fremdkapitals während des ersten Leasingvertrags vor, unabhängig von den Erlösen aus einem späteren Verkauf des Flugzeuges. „Der Erfolg einer A380-Finanzierung ist nicht nur von der Entwicklung des internationalen Luftverkehrsmarkts abhängig, der langfristig wächst, kurzfristig jedoch vergleichsweise volatil ist“, erklärt Andreas Ahlmann, der als Geschäftsführer von Hannover Leasing den Bereich der Flugzeugtransaktionen verantwortet. Der A380 sei ein erfolgreicher und gefragter, aber auch noch junger Flugzeugtyp, bei dem es bislang an Erfahrungswerten zur Weitervermietung oder zum Verkauf fehle. Diese Risiken müssten bei einem Investment für private Anleger besonders berücksichtigt werden. „Auch bei unserem zweiten A380-Fonds haben wir mit der Rückführung von Eigen- und Fremdkapital ein sehr sicherheitsorientiertes Konzept entwickelt, das gleichzeitig die Chancen einer erfolgreichen Zweitverwertung beinhaltet.“

Das Fondskonzept mit einer Grundmietzeit von zehn Jahren sieht verschiedene Mietverlängerungsoptionen für Emirates vor.
So hat die Fluggesellschaft nach gut achteinhalb Jahren die Möglichkeit, die Mietzeit auf insgesamt 13 Jahre zu verlängern. Die zu zahlende Miete entspricht dann während der gesamten 13 Jahre der anfänglich fest vereinbarten Miete.

Übt Emirates die oben genannte Option nicht aus, kann Emirates mit Ablauf der Grundmietzeit den Mietvertrag um fünf Jahre auf insgesamt 15 verlängern. Die Miete für die Jahre elf bis 15 richtet sich nach der dann geltenden Marktmiete. Es ist jedoch eine Mindestmiete vereinbart, die die Rückzahlung des Eigen- und Fremdkapitals auch in diesem Fall sicherstellt.

Sollte Emirates keine Verlängerungsoption in Anspruch nehmen, endet der Mietvertrag nach zehn Jahren. In diesem Fall ist die Airline zur Neuvermietung des Flugzeugs für fünf Jahre verpflichtet. Emirates muss dabei einen eventuellen Differenzbetrag zwischen der durch einen Dritten gezahlten Miete und der vereinbarten Mindestmiete ausgleichen. Die Ausübung der vereinbarten Mietverlängerungsoptionen wird vom Marktumfeld sowie von der Flottenpolitik von Emirates beeinflusst.

Bei allen drei Optionen wird das Eigen- und Fremdkapital vollständig zurückgeführt, unabhängig von den Erlösen aus einem späteren Verkauf des Flugzeugs.

Anleger können ab 15.000 US-Dollar zuzüglich fünf Prozent Agio einsteigen. Die prognostizierten Auszahlungen beginnen bei 7,2 Prozent und sollen ab dem Jahr 2022 auf 8,04 bis 17,45 Prozent jährlich ansteigen. Die prognostizierte Gesamtrückflüsse betragen rund 202 Prozent des eingesetzten Eigenkapitals inklusive Agio während der Laufzeit von 13 Jahren. (af)

Foto: Robyn Beck/ AFP/ Getty Images

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