19. Juli 2012, 12:43
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Schiffsfonds: “Das Ruder herumreißen”

Damit haben wir das Ruder herumgerissen, die Gesellschaften erhalten und können unseren Anlegern die Perspektive bieten, dass die Fonds bei wieder steigenden Märkten erfolgreich laufen. Wenn die Fondsgesellschafter mitziehen, schafft das Vertrauen. Wir sind stolz darauf, die Fonds unter Beteiligung aller gerettet und keine echte Insolvenz verantwortet zu haben.

Cash.: Wie beurteilen Sie denn die aktuelle Entwicklung der Schiffsmärkte?

Salamon: Momentan entwickeln sich die Märkte leider wieder negativ. Noch immer sind die Chartern niedrig, weil einfach zu viel Tonnage bestellt wurde. Zudem macht sich bemerkbar, dass die Lokomotive China momentan etwas weniger Dampf auf dem Kessel hat. So eine lang anhaltende Krise wie diese haben wir alle noch nicht erlebt.

Dennoch: In anderthalb Jahren erwarte ich wieder steigende Raten. Sie haben Ihre Anleger bei Fondssanierungen mit der Rückforderung von Auszahlungen ins Boot geholt. Das wurde kritisiert, dagegen wurde geklagt.

Cash.: Wie bewerten Sie dieses Vorgehen heute?

Salamon: Zunächst einmal wurde die Rechtmäßigkeit unseres Vorgehens durch alle gerichtlichen Instanzen bis hin zum BGH bestätigt.

Hinzu kommt: Durch die Rückzahlung kommen die Kommandisten aus der Haftung. Heute, angesichts der dritten Sanierungswelle, die einige Schiffsfonds derzeit durchleben, hat sich diese Handlungsoption gar als die bessere erwiesen. Denn aus freien Stücken schießen verunsicherte Anleger nur ungern Mittel nach.

Cash.: Wie hat sich die aktuelle Stimmungslage unter Ihren Anlegern entwickelt?

Salamon: Langsam setzt sich bei den Gesellschaftern die Erkenntnis durch, dass sie Mitunternehmer sind. Zuvor wurde die Schuld für die Probleme in den Fonds grundsätzlich bei uns gesucht. Mittlerweile wird das differenziert betrachtet und unser Engagement hoch gewertschätzt.

Im Rahmen der Gesellschafterversammlungen im Mai gab es dafür ausdrückliches Lob. Wir haben unsererseits aber auch die Anleger-Kommunikation intensiviert – beispielsweise über Telefonkonferenzen, an denen ich jeweils selbst teilgenommen habe.

Seite drei: Zukunft für KG-Modell und Schiffsfonds?

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1 Kommentar

  1. Hr. Salamon hat zugegeben, dass er nur verkauft hat. Jetzt versucht er, den Schaden zu begrenzen. Wie denn? Warum? Er will auch in der Zukunft viel verkaufen.

    Kommentar von L. Harangi — 23. Juli 2012 @ 20:44

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