Anzeige
14. November 2013, 08:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Photovoltaik: “Die Karawane zieht weiter”

In seinem “Marktbericht Photovoltaik (PV)” prognostiziert das Grünwalder Emissionshaus KGAL nur noch wenig Neubautätigkeiten in etablierten PV-Märkten wie Deutschland, Italien und Spanien. Kurz- bis mittelfristig ist demnach Großbritannien einer der attraktivsten Märkte für Photovoltaik in Europa.

Gastbeitrag von Thomas Laumont, KGAL

Photovoltaik: Wachstumsträger sind Japan, Amerika und die arabischen Länder

Wer künftig in den Photovoltaik-Markt investieren will, muss sich mit den Wachstumsmärkten beschäftigen, empfiehlt KGAL.

Viele haben der Photovoltaik-Industrie 2013 den sanften Exitus vorhergesagt – das Gegenteil ist der Fall. In der Tat sind einige größere Player der Branche insolvent, viele haben sich aber auch erholt. Der Markt hat sich konsolidiert. Die Diskussion um Einfuhrzölle für chinesische Billigproduzenten und die Festlegung von Mindestpreisen für Module haben zu einem Preisanstieg geführt.

Der Trend der letzten Jahre in Bezug auf die Änderungen gesetzlicher Rahmenbedingungen setzt sich fort: In einigen Ländern gibt es faktisch keine Förderung mehr für Neubaumaßnahmen (zum Beispiel Italien) oder nur noch selektiv. In anderen sind die Fördertarife auf einem “grid parity” Niveau angelangt, also Tarife nahezu am Marktpreis.

Wieder andere haben sich durch rückwirkende Streichung von Förderung selbst aus dem Markt gedrängt. Wir haben bald eine Situation erreicht, die sowohl marktwirtschaftlich als auch ordnungspolitisch Sinn macht: Photovoltaik-Kraftwerke werden dort gebaut, wo die Sonne scheint, der Strom gebraucht wird und hohe Subventionen nicht mehr erforderlich sind.

Die Karawane zieht weiter

Auf natürliche Weise verlagern sich Investments in neue Photovoltaik-Kraftwerke immer mehr in die Länder, in denen der Mix aus Sonne, Strompreis oder Tarifhöhe und wirtschaftlicher sowie politischer Stabilität optimal erscheint. Genau dahin „zieht die Karawane“: nach UK, Frankreich, in die arabischen Länder, Japan, Nordamerika und (Noch-)Exotenländer wie Chile, Australien oder punktuell Südostasien.

Wer sich derzeit noch nicht in diese Länder traut, muss sich den an Bedeutung gewinnenden Zweitmärkten, die nur noch Bestandsportfolios und keine Neubauprojekte anbieten, in den etablierten Ländern wie Deutschland oder Italien zuwenden. In diesem vielfältigen Angebot von Investitionsmöglichkeiten sucht die KGAL nach der richtigen Mischung aus politischer und wirtschaftlicher Stabilität, Prognosegenauigkeit, Rendite und Risiko.

Photovoltaik: Wachstumsträger sind Japan, Amerika und die arabischen Länder

Der Photovoltaik-Markt ist weiterhin geprägt von sinkenden Vergütungen und regulatorischen Eingriffen. Quelle: KGAL

Das südliche Großbritannien hat vergleichbare Einstrahlungswerte wie Deutschland, teilweise werden sogar Spitzenwerte von über 1000 kWh/kWp prognostiziert. Weshalb Großbritannien trotzdem keine nennenswerten installierten Kapazitäten vorweisen kann, liegt an einer in der Vergangenheit ständig wechselnden Vergütungsregelung, mit kurzzeitiger Überförderung gefolgt von totalem Stillstand. Erst mit dem in 2011 neu definierten Vergütungssystem der ROCs (Renewable Obligation Certificates) kam der englische PV-Markt wieder in Schwung.

 

Seite zwei: Potenziale in Großbritannien

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 09/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

PKV – Nachhaltige Geldanlage – Wohnen auf Zeit – Hitliste der Maklerpools

Ab dem 16. August im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

GKV-Check: Nürnberger modifiziert BU

Bereits zu Jahresbeginn hat die Nürnberger Lebensversicherung das Bedingungswerk ihrer BU-Versicherung optimiert. Jetzt hat die Gesellschaft ein neues BU-Tarifpaket vorgestellt. Und bietet als erster Versicherer bei den BU-Gesundheitsfragen einen so genannten GKV-Check an.

mehr ...

Immobilien

Buwog-Minderheitsaktionäre erhalten Barabfindung von Vonovia

Die Minderheitsaktionäre der vom deutschen Vonovia-Konzern übernommenen Immobiliengesellschaft Buwog sollen für die Übertragung ihrer Aktien auf Vonovia eine Barabfindung von 29,05 Euro je Aktie bekommen. Das teilte das österreichische Unternehmen am Sonntag mit.

mehr ...

Investmentfonds

“Lira-Krise nicht überdramatisieren”

Die Krise in der Türkei sollte uns nicht zu stark beunruhigen, denn sie sei keine große Gefahr für den Euroraum. Diese Meinung vertrat Joachim Wuermeling, Vorstandsmitglied der Bundesbank in einem Interview gegenüber Bloomberg. Auch sei die Türkei in der Lage, eine Eskalation der Krise zu stoppen.

mehr ...

Berater

Deutsche Pfandbriefbank bleibt vorsichtig – Aktie unter Druck

Die Deutsche Pfandbriefbank (PBB) tritt nach einem starken ersten Halbjahr auf die Euphoriebremse. Konzernchef Andreas Arndt rechnet mit einem steigenden Wettbewerbsdruck, der auf die Profitabilität im Neugeschäft drückt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Zweitmarkt: Reger Schiffsfonds-Handel

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG verzeichnet einen für die Jahreszeit lebhaften Handelsmonat Juli. Bei Schiffsfonds kam es zu besonders vielen Vermittlungen und einem hohen Nominalumsatz.

mehr ...

Recht

Bauern müssen bei Rentenbeginn Hof nicht abgeben

Landwirte dürfen vom Staat nicht dazu verpflichtet werden, bei Renteneintritt ihren Hof abzugeben. Dies sei verfassungswidrig, entschied das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe in einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss vom 23. Mai über zwei Verfassungsbeschwerden.

mehr ...