VGF-Mitglieder platzieren erwartungsgemäß schwach

Die 36 Emissionshäuser des Berliner VGF Verband Geschlossene Fonds haben im ersten Quartal 2013 insgesamt 459,1 Millionen Euro Eigenkapital platziert – ein Negativrekord.

Das schwächste Quartalsergebnis seit Einführung der VGF-Quartalszahlen im Jahr 2009 entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 459,6 Millionen Euro oder 50 Prozent. Gegenüber dem Schlussquartal 2012 als noch 846,1 Millionen Euro eingesammelt werden konnten, errechnet sich ein Rückgang um 46 Prozent.

„So wirkt regulatorische Unsicherheit auf die reale Wirtschaft. Die Anbieter geschlossener Fonds wissen erst seit Ende April genauer, wie Übergangs- und Bestandsschutzregeln nach dem 22. Juli 2013 aussehen werden. Entsprechend gering ist das Angebot neuer Produkte. In die Platzierung geht nur noch, was mit großer Sicherheit vor dem Umsetzungsstichtag ausplatziert ist“, schätzt VGF-Hauptgeschäftsführer Eric Romba das Ergebnis ein.

Für den weiteren Verlauf des Jahres erwartet der Verband zunächst keine Steigerung der Platzierungstätigkeit: „Die Unternehmen konzentrieren sich jetzt erst einmal auf das AIFM-Zulassungsverfahren und die Implementierung der neuen Anforderungen, bevor sie neue Fonds an den Markt bringen“, so Romba weiter. (af)

 

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VGF: Platzierungsergebnisse

 

Foto: Malzkorn

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