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28. Januar 2013, 12:33
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Trübere Stimmung bei den Wagniskapitalisten

Das German Private Equity Barometer, das der Private-Equity-Verband BVK und die Förderbank KfW gemeinsam erstellen, um den Geschäftsklimaindex für den deutschen Markt darzustellen, ist im Schlussquartal 2012 deutlich gesunken.

Hinrichs BVK-255x300 in Trübere Stimmung bei den Wagniskapitalisten

Ulrike Hinrichs, BVK

Im Vergleich zum Vorquartal sank der Index für den deutschen Beteiligungskapitalmarkt um 9,8 Zähler und liegt nun mit 32,5 Punkten knapp vier Zähler unterhalb seines langjährigen Durchschnittswerts.

Die erneute Abwärtsbewegung ist nach Einschätzung von BVK und KfW vornehmlich auf den Stimmungsrückgang bei den Spätphasenfinanzierern zurückzuführen (-16,2 Zähler auf 29,4 Punkte). Sie beklagten höhere Einstiegspreise sowie noch schlechtere Exitmöglichkeiten und befürchteten steigenden Abschreibungsbedarf. Sowohl der Teilindikator für die aktuelle Geschäftslage als auch der für die künftigen Geschäftserwartungen sei in diesem Marktsegment rückläufig – wobei die Zukunft (-20,1 Zähler) noch deutlich pessimistischer eingeschätzt wird als die Gegenwart (-12,3 Zähler).

In der Frühphase sorgten ein leichter Rückgang bei den aktuellen Lageeinschätzungen (-2,1 Zähler) und ein leichter Anstieg bei den Geschäftserwartungen (+1,4 Zähler) insgesamt dafür, dass der entsprechende Gesamtindikator nahezu unverändert bleibt (-0,4 Zähler auf 36,9 Punkte).

Die Initiatoren des Barometer schließen aus der Zuversicht bezüglich kommender Geschäfte, dass sich das Early-Stage-Segment des Beteiligungsmarktes weiter stabilisieren könnte: Die Marktteilnehmer erwarten eine anhaltend hohe  Nachfrage nach Wagniskapital, qualitativ hochwertige Investment proposals, positive Einstiegspreise und gute Exitmöglichkeiten.

BVK-Geschäftsführerin Ulrike Hinrichs ist besonders über die stabile Stimmung und den positiven Ausblick im Frühphasensegment erfreut:”Trotz der Herausforderungen im Fundraising und bei den Exits, sehen die Venture Capital-Finanzierer in 2013 ein Jahr der Chancen. Es sind die zahlreichen Investitionsmöglichkeiten in der Innovations- und Gründerlandschaft Deutschlands, die für die positiven Aussichten der Frühphasenfinanzierer sorgen”, sagt Hinrichs und ergänzt: “In der zurückhaltenderen Einschätzung der Spätphasenfinanzierer spiegeln sich dagegen die uneinheitlichen Prognosen für die europäische und globale Wirtschaft wider. In der Spätphase sind die Portfoliounternehmen sehr viel stärker von der Weltkonjunktur und vom Export abhängig.” (af)

Foto: BVK

 

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