Ernst Russ verdoppelt Umsatz im ersten Halbjahr

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Symbolbild.

Trotz der allgemeinen Eintrübung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnte die Ernst Russ Gruppe, Reederei und maritimer Investmentmanager, von der aktuell positiven Entwicklung der internationalen Schifffahrtsmärkte profitieren.

Im gesamten ersten Halbjahr 2022 waren die Frachtraten überdurchschnittlich hoch und werden es nach aller Voraussicht in diesem Jahr auch bleiben, teilt Ernst Russ mit. In diesem Marktumfeld haben die Schiffe der Ernst Russ Gruppe im ersten Halbjahr 2022 eine durchschnittliche Charterrate von rund 17.380 US-Dollar am Tag erzielt. Dies entspricht den Angaben zufolge einem Anstieg von 34,4 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2021.

Der Anstieg der Charterraten spiegelt sich auch in den Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2022 wider. Bei einem Anstieg der Umsatzerlöse von 39,6 Millionen Euro auf 82,7 Millionen Euro hat sich das Ergebnis vor Steuern (EBT) von 7,1 auf 46,5 Millionen Euro erhöht. Die flüssigen Mittel haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 auf 53,2 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Das Schiffsvermögen befindet sich mit 209,7 Millionen Euro im Vergleich zum Jahresbeginn annähernd auf gleichem Niveau. Die Eigenkapitalquote ist von 54,2 Prozent am Jahresende auf 64,7 Prozent gestiegen.

Darlehen sollen weitgehend zurückgeführt werden

Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet die Ernst Russ Gruppe vor dem Hintergrund der weiterhin positiven Geschäftsentwicklung und der weitgehend abgesicherten Beschäftigungssituation der Schiffsflotte Umsatzerlöse in einer Bandbreite zwischen 183 und 193 Millionen Euro und ein Betriebsergebnis (EBIT) zwischen 85 und 90 Millionen Euro. Die finanzielle Stärke will die Unternehmensgruppe in den kommenden Monaten nutzen, um die Darlehen zur Finanzierung der Flotte weitgehend zurückzuführen. „Mit dem Abbau der Verschuldung und der Thesaurierung von Gewinnen sieht sich Ernst Russ für die kommenden Zeiträume gut aufgestellt, um die sich am Markt ergebenden Opportunitäten nutzen zu können und die Flotte mit jüngerer Tonnage auszubauen“, heißt es in der Mitteilung.

Ernst Russ zählte unter dem früheren Namen HCI Capital einst zu den führenden Anbietern geschlossenen Fonds mit dem Schwerpunkt Schiffsbeteiligungen, hat sich aber schon vor geraumer Zeit aus dem Publikums-Neugeschäft zurückgezogen und 2019 mit dem Bereich „Investor Services“ auch die Verwaltung der noch bestehenden Fonds verkauft.

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