C&W: Weltweiter Rückgang der Gewerbeimmobilien-Investments

Der Investment-Atlas des internationalen Immobilienberatungsunternehmens Cushman & Wakefield (C&W) verzeichnet 2008 einen Rückgang des weltweiten Investmentvolumens von Gewerbeimmobilien um 59 Prozent auf 435 Milliarden US-Dollar.

In 2007 konnte laut C&W noch ein Rekordumsatz von 1,05 Millarden US-Dollar verzeichnet werden – in 2008 bewegt sich das weltweite Investmentvolumen auf dem Niveau von 2004.

Im C&W-Investment-Atlas verzeichnet der nordamerikanische Immobilienmarkt den stärksten Rückgang: Mit minus 73 Prozent sank das Umsatzvolumen auf 116 Milliarden US-Dollar. Damit habe Nordamerika seine Position als Top-Investmentmarkt an Europa und Asien abgegeben und rangiere nunmehr nur noch an dritter Position.

In Europa sank das Investmentvolumen im Gewerbeimmobilienmarkt laut C&W um 52 Prozent auf 178 Milliarden – in Asien um 45 Prozent auf 131 Milliarden US-Dollar. Mit nur 9 Prozent Rückgang des Investmentvolumens – von 9,8 auf 8,9 Milliarden US-Dollar – sei Lateinamerika im Jahr des Beginns der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise der widerstandsfähigste Markt gewesen.

Europa hat sich laut C&W mit 41 Prozent aller getätigten Immobilieninvestments als beliebteste Destination profiliert, gefolgt von Asien, wo 30 Prozent aller Immobilieninvestments lokalisiert waren.

Auf Länderebene entfielen auf die USA 25 Prozent der globalen Immobilieninvestments. China überholte mit zwölf Prozent der weltweiten Immobilieninvestments zum ersten Mal Großbritannien (neun Prozent des Gesamtvolumens) und steht laut Investment-Atlas nun auf dem zweiten Platz der beliebtesten Investmentdestinationen.

„Obwohl praktisch alle globalen Märkte im vergangenen Jahr einen Rückgang der Investmentvolumen verzeichneten, haben die renommierten Märkte am meisten gelitten, während die anderen in Relation gewonnen haben“, erläutert David Hutchings, Leiter des Researchs von C&W EMEA. So entfielen auf die Schwellenländer 22 Prozent der weltweiten Investments, 2006 waren es noch neun Prozent.

„Es ist davon auszugehen, dass die Länder, die die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise zuerst spürten auch die ersten sein werden, die sich wieder erholen“, so Hutchings weiter. „Erste Erholungstendenzen dürften, nicht zuletzt auch wegen der günstigen Wechselkurse, der US- und der britische Markt zeigen. Hier befinden sich auch die Märkte, die bereits auf dem Radar von Investoren sind und geprüft werden.“ Zudem erwartet der Chef-Researcher von C&W noch in diesem Jahr eine leichte Verbesserung der Investmentvolumina in Frankreich sowie eventuell auch Deutschland.

Weltweit prognostiziert C&W für das laufende Jahr einen weiteren, wenn auch nur marginalen Rückgang des Immobilieninvestmentvolumens auf insgesamt 412 Milliarden US-Dollar. Mit einer weltweiten Erholung der Investmentmärkte sei nicht vor 2010/2011 zu rechnen. (te)

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