Anzeige
13. Dezember 2010, 15:04
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

AIFM-Richtlinie: ZIA fordert Klarstellung zu Immobilien-AGs und REITs

Der ZIA Zentrale Immobilien Ausschuss warnt vor einer Belastung von Immobilienaktiengesellschaften und REITs durch die neue AIFM-Richtlinie und fordert eine Klarstellung durch die Politik.

Ablehnen-shutt 45568051-127x150 in AIFM-Richtlinie: ZIA fordert Klarstellung zu Immobilien-AGs und REITsDie Richtlinie zur Regulierung alternativer Investmentfonds-Manager (AIFM) tritt am 1. Januar 2011 in Kraft und muss in den kommenden zwei Jahren in nationales Recht umgesetzt werden. “Der ZIA appelliert an die Bundesregierung, bei der Umsetzung der Richtlinie den Besonderheiten deutscher Immobilienaktiengesellschaften Rechnung zu tragen”, sagt ZIA-Vizepräsidentin Bärbel Schomberg. Werde hier nicht ausreichend differenziert, bestehe die Gefahr, dass sie unverhältnismäßig stark belastet und im Extremfall sogar in ihrer Existenz gefährdet werden.

Dem Wortlaut der Richtlinie nach könnten grundsätzlich auch Immobilienaktiengesellschaften oder Real Estate Investment Trusts (REITs) unter die neuen Regelungen fallen. “Dies war jedoch zu keinem Zeitpunkt von der Europäischen Union beabsichtigt und würde der Systematik und dem Regelungszweck der Richtlinie widersprechen”, so Schomberg. Um die Unsicherheit für die Immobilienwirtschaft zu verringern, sollte die Bundesregierung klarstellen, dass Immobilien-AGs oder REITs nicht vom Anwendungsbereich der Richtlinie betroffen sind.

Schomberg gibt zu bedenken, dass Immobilien-AGs und REITs zum einen grundsätzlich keine Fonds seien. “Zum anderen sind sie bereits hinreichend reguliert, was Transparenz, Governance, Aktionärsschutz und systemische Risiken betrifft, so dass eine zusätzliche Regulierung für die Stabilität der Finanzmärkte hier nicht erforderlich ist”, so Schomberg. Immobilien-AGs seien aufgrund ihrer Struktur und bisherigen Regulierung vielmehr mit anderen Aktiengesellschaften etwa im produzierenden Gewerbe vergleichbar. Diese sollten unstrittig nicht in den Anwendungsbereich der Richtlinie fallen. Der ZIA hatte sich im Vorfeld für eine entsprechende Klärung im Richtlinientext der EU ausgesprochen. Da es bei einer sehr weiten Definition von alternativen Investmentfonds geblieben sei, müsse nun der deutsche Gesetzgeber für Klärung sorgen. (bk)

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

“Es droht massenhafte Altersarmut”

Nach Einschätzung von Dr. Stefan M. Knoll, Vorstandschef der Deutschen Familienversicherung (DFV), besteht die Gefahr, dass ein Großteil der Deutschen im Falle einer Pflegebedürftigkeit Hilfe beim Sozialamt beantragen muss. Zudem würden mangelnde Ausbildung, Überstunden und fachfremdes Personal zu massiven Missständen in der Pflege führen. 

mehr ...

Immobilien

Ostdeutsche Wohnungsmärkte im Auftrieb

In Ostdeutschland sind die Kauf- und Mietpreise für Wohnimmobilien in Mittelstädten gestiegen, die Wohnkostenbelastung hat im Schnitt aber abgenommen. Der “Wohnungsmarktbericht Ostdeutschland 2017” hat untersucht, in welchen Städten die Entwicklung am dynamischsten war.

mehr ...

Investmentfonds

Droht der nächste Börsencrash?

Der “Schwarze Montag” ist auf den Tag genau 30 Jahre her. Damals lösten Algo-Trading-Systeme einen Börsen-Crash aus. In einigen Bereichen ist die Marktstruktur auch heute besorgniserregend. Wie wahrscheinlich ist ein erneuter Crash? Gastbeitrag von James Bateman, Fidelity International

mehr ...

Berater

Finanzvertriebe: Bester Service aus Kundensicht

Welche Finanzvertriebe bieten ihren Kunden das beste Serviceerlebnis? Dieser Frage ist das Kölner Analysehaus Servicevalue in Kooperation mit der Tageszeitung “Die Welt”. Im Serviceranking über alle Branchen hinweg liegen die Finanzvertriebe im oberen Mittelfeld.

mehr ...

Sachwertanlagen

Capital Stage baut institutionelles Erneuerbare-Energien-Portfolio aus

Die innerhalb der Capital Stage Gruppe auf das Asset-Management-Geschäft für institutionelle Anleger spezialisierte Chorus Clean Energy AG hat für einen von ihr gemanagten Luxemburger Spezialfonds weitere Solar- und Windparks in Deutschland mit einer Gesamterzeugungsleistung von nahezu 20 MW erworben.

mehr ...

Recht

Immobilienverkauf: Die wichtigsten Schritte für Käufer und Verkäufer

Beim Immobilienverkauf sind unabhängig von der Preisverhandlung einige Schritte nötig, die sich bei Käufer und Verkäufer gar nicht so sehr unterscheiden. Wie sich beide Parteien auf den Notartermin vorbereiten sollten und welche Dokumente dafür wichtig sind:

mehr ...