JLL: Der Trend geht zur Handelsimmobilie

Der Investmentmarkt für handelsgenutzte Gewerbeimmobilien in Deutschland setzt seinen Aufwärtstrend fort. Laut Daten des Immobilienberaters Jones Lang LaSalle (JLL) liegt das bis Ende September aufgelaufene Transaktionsvolumen bei insgesamt 5,8 Milliarden Euro. Das entspricht einem deutlichen Anstieg gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert von 2,2 Milliarden Euro.

shopping-center3-shutt_3950410Auf das dritte Quartal 2010 entfallen rund 1,5 Milliarden Euro. Besonders Shopping Center und innerstädtische Geschäftshäuser stehen im Fokus der Investoren. Durch die Verkäufe diverser Supermarkt- und Fachmarktportfolios hat sich die Dominanz der Nutzungsklasse Einzelhandel weiter verfestigt.

So entfallen 44 Prozent des gesamten Gewerbeimmobilien-Transaktionsvolumens von 13,1 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten 2010 auf Handelsimmobilien. Büroimmobilieninvestments machen 35 Prozent aus. Das in Form von Portfolios gehandelte Transaktionsvolumen beziffert JLL über alle Anlageklassen mit 3,4 Milliarden Euro. Auch dort dominieren Einzelhandelsimmobilien mit einem Anteil von knapp 70 Prozent klar das Marktgeschehen.

„Der Trend zur Handelsimmobilie ist von Dauer. Für das Gesamtjahr 2010 rechnen wir mit einem Retail-Transaktionsvolumen von sieben bis acht Milliarden Euro. Für 2011 wäre eine weitere Steigerung auf acht bis neun Milliarden Euro keine Überraschung“, erklärt Jörg Ritter, Leiter Einzelhandelsinvestment Deutschland bei JLL.

In der JLL-Statistik werden alle Handelsimmobilien-Kategorien von Geschäftshäusern in 1a-Lagen über Shopping Center und Warenhäuser bis hin zu Fachmarktprodukten berücksichtigt. (hb)

Foto: Shutterstock

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