King-Sturge-Index: Immobilienbranche in Hochstimmung

Der King Sturge Immobilienkonjunktur-Index ist auf das höchste Niveau seit Anfang 2008 gestiegen. Immobilienklima und Immobilienkonjunktur erreichen fast genau die Werte, die sie zu Beginn der Erhebung im Januar 2008 verzeichneten.

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Demnach konnte der Stimmungsindikator des Index im Juli 2010 um circa 6,4 Prozent auf 110,7 Punkte zulegen. Im Gegensatz zur Marktsituation Anfang 2008 befindet sich die Stimmung laut King Sturge jedoch nicht in absinkender Tendenz, sondern werde von einer anhaltenden Entspannungsphase der deutschen Wirtschaft getragen. Derzeit seien allerdings nicht wie in 2008 die Ertragsaussichten (Nachfrage und Mietpreiserwartungen) Grund des Anstiegs, sondern eher die Investmentchancen.

Laut King Sturge liegen alle Teilsegmente mit Ausnahme des Büroklimas über dem Schwellenwert von 100 Punkten, der ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen positiven und negativen Markteinschätzungen darstelle. Auch wenn das Büroklima noch unterhalb liege, zeige der große relative Stimmungsanstieg um über 14 Prozent einen Aufwärtstrend. Das Klima für den Bereich Wohnimmobilien verzeichne mit über 150 Punkten sogar einen neuen Höchststand.

Die mit statistischen Daten unterlegte Immobilienkonjunktur konnte nach zwei Monaten des Rückgangs im Juli 2010 ebenfalls wieder zulegen. Mit einem Zuwachs um 8,6 Prozent auf 193,3 Punkte wird ebenfalls das Niveau von Januar 2008 erreicht. „Die Marktteilnehmer sind wieder sehr optimistisch“, kommentiert Sascha Hettrich, Managing Partner von King Sturge Deutschland, die Ergebnisse. Trotzdem sei an den Märkten auch immer noch Zurückhaltung zu spüren, insbesondere an den Vermietungsmärkten im Büro- und Einzelhandelsbereich.

Sollte sich die Gesamtwirtschaft tatsächlich so günstig wie derzeit prognostiziert entwickeln, würde dies auch den gewerblichen Vermietungsmärkten wieder Auftrieb geben. „Somit würde sich hier einmal mehr bestätigen, dass die Immobilienwirtschaft zeitversetzt reagiert. Sie wurde erst relativ spät von der Krise erfasst – und kommt nun entsprechend verzögert aus ihr heraus“, so Hettrich. (bk)

Foto: Shutterstock

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