Run der Investoren auf Hotelimmobilien

Internationale Investoren haben im laufenden Jahr verstärkt Hotelimmobilien eingekauft. Nach Angaben des Immobilienberaters Jones Lang LaSalle (JLL) wurde in 2010 bisher ein Zuwachs des Transaktionsvolumens um 60 Prozent beobachtet.

hotel-shutt_36184549Demnach haben internationale Investoren bis zum Herbst 2010 weltweit zwölf Milliarden US-Dollar in Hotelimmobilien angelegt. Für das Jahr 2011 erwartet JLL ein weiteres Wachstum des globalen Hotelinvestmentvolumens um etwa 30 bis 40 Prozent.

Während das Jahr 2009 laut JLL noch charakterisiert war durch Illiquidität, fehlende Transaktionen, eine deutlich geschwächte Hotelperformance und damit sinkende Hotelimmobilienwerte in vielen Märkten weltweit, würden mittlerweile bessere Bedingungen auf den Finanzmärkten sowie eine deutliche Erholung der Hotelperformance das Vertrauen der Käufer und Verkäufer wieder stärken. Das habe die Aktivitäten im laufenden Jahr merklich gesteigert. Für 2011 erwartet JLL ein weltweites Transaktionsvolumen von 28 bis 30 Milliarden US-Dollar. Primäre Investorengruppen seien insbesondere REITs, institutionelle Investoren und kapitalstarke Privatpersonen.

„Wir gehen davon aus, dass 2011 deutlich mehr Hotels zum Verkauf stehen werden. Potenzielle Investoren können damit aus einem weitaus vielfältigeren Angebot auswählen”, so Arthur de Haast, Global CEO bei Jones Lang LaSalle Hotels. Und weiter: „Die trotz Verbesserung immer noch limitierte Liquidität auf den Finanzmärkten sorgt dafür, dass vor allem Investoren mit wenig oder keinem Bedarf an Fremdfinanzierung aktiv sein werden.”

Laut JLL konzentriert sich das Investoreninteresse allerdings auf Hotelimmobilien in Schlüsselmärkten, während Objekte in schwächeren Märkten mit Überkapazitäten und sinkender Nachfrage, wie etwa Dublin, Bangalore, Bogota oder Buenos Aires, nicht im Fokus der Investoren stehen. (bk)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar
Inline Feedbacks
View all comments
Weitere Artikel
Wissen, was los ist – mit den Newslettern von Cash.
Wissen, was los ist – mit den Newslettern von Cash.