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28. Juli 2010, 17:28
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Wohnimmobilien: Top-Lagen zahlen sich aus

Mit Wohnimmobilien-Investments haben institutionelle Investoren in den vergangenen zehn Jahren an Top-Standorten deutlich mehr Rendite gemacht als an Nebenstandorten. Entscheidend war die Wertentwicklung der Objekte.

Wohnimmos-127x150 in Wohnimmobilien: Top-Lagen zahlen sich ausDas Wiesbadener Analysehaus IPD hat den Total Return von Wohnimmobilien für den Zeitraum 2000 bis 2009 untersucht. Das Ergebnis: Vor Steuern und Finanzierung ließen sich mit Anlagen in Hamburg, Berlin, Rheinland, Rhein-Main, Stuttgart und München im Durchschnitt Renditen von 4,1 Prozent erwirtschaften. In den übrigen Regionen waren es dagegen im Schnitt lediglich 2,1 Prozent.

Die Analysten nahmen 19 Wohnimmobilienportfolios mit einem Marktwert von insgesamt 5,5 Milliarden Euro und 2.306 Wirtschaftseinheiten unter die Lupe, die sich ungefähr zur Hälfte auf Nebenstandorte und zur Hälfte auf Top-Regionen aufteilen.

Nur in den Jahren 2005 und 2006 lagen die Renditen der Nebenstandorte über oder auf gleichem Niveau mit den Top-Investment-Regionen, was laut IPD auf die große Nachfrage überwiegend durch ausländische Investoren zurückzuführen ist. In den sonstigen Regionen wurde durchschnittlich eine geringfügig höhere Netto-Cash-Flow-Rendite von 3,6 Prozent ermittelt.

Ausschlaggebend für die Gesamtrendite ist jedoch die Entwicklung der Wertänderungsrendite: An den Nebenstandorten nahmen die Gebäudewerte in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt um 1,5 Prozent pro Jahr ab. Zum Vergleich: In den Top-Regionen fiel die Netto-Cash-Flow-Rendite mit durchschnittlich 3,3 Prozent niedriger aus, die Gebäudewerte sind jedoch im Schnitt um 0,9 Prozent pro Jahr gestiegen.

“Die Wertabschläge in den Nebenstandorten sind in demografischen und ökonomischen Trends begründet”, erläutert IPD-Wohnimmobilienspezialist Julius Stinauer. “Institutionelle Investoren fokussieren sich auf Regionen, die durch steigende Marktwerte und stabiles Mietwachstum gekennzeichnet sind.”

Weitere Analysen auf Ebene der Einzelobjekte und Portfolios zeigten jedoch auch, dass nicht jeder Standort abseits der Top-Regionen schwächere Renditen aufwies und die Objektauswahl am Standort eine bedeutende Auswirkung auf die mittelfristige Performance ausübte. (hb)

Foto: Shutterstock

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