Bestandsmieten steigen – Metropolen vorn

In Deutschland steigen die Mieten weiter. Im vergangenen Jahr haben die Bestandsmieten um 1,2 Prozent angezogen und damit etwas stärker als im Vorjahr (ein Prozent). Das zeigt der aktuelle F+B-Mietspiegelindex 2012. Demnach sind München, Stuttgart, Köln, Frankfurt und Hamburg die teuersten Metropolen. 

Bestandsmieten

Für den jährlichen Mietpreisspiegelindex wertet die F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH mit Sitz in Hamburg eigenen Angaben zufolge alle amtlichen Mietpreisübersichten in Deutschland seit 1996 regelmäßig erstellt. Analysiert werden die Nettokaltmieten von Wohnungen mit einer Fläche von 65 Quadratmetern, mittlerer Ausstattung und Lage in Gemeinden mit mindestens 20.000 Einwohnern und veröffentlichten Mietspiegeln. Für den F+B-Mietspiegelindex 2012 wurden die Mietspiegel für insgesamt 324 Städte und Gemeinden ausgewertet.

„Zwar beobachten wir für Hamburg und Berlin in den vergangenen Jahren die höchsten Steigerungsraten bei den Bestandsmieten, die teuerste Großstadt ist aber nach wie vor München. Die Münchner zahlen durchschnittlich 9,74 Euro pro Quadratmeter Nettokaltmiete für ihre Bestandswohnungen und liegen damit 59 Prozent über den 6,13 Euro pro Quadratmeter, die in den Mietspiegelstädten insgesamt im Schnitt gezahlt werden“ erläutert Dr. Michael Clar, Geschäftsführer von F+B.

München ist laut Mietpreisspiegelindex erneut die Nummer eins in Sachen Mietniveau. Ebenfalls weit oben auf der Rangliste rangieren neben weiteren Städten im Münchner Umland die Metropolräume Stuttgart (Rang 3), Köln (6), Frankfurt/M (8) und Hamburg (15). In Stuttgart liegen die Mieten mit 8,02 Euro pro Quadratmeter demnach um 31 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, in Köln und Frankfurt/M mit 7,93 beziehungsweise 7,70 Euro um 29 beziehungsweise 26 Prozent und in Hamburg müssen Mieter durchschnittlich 7,39 Euro, also 21 Prozent mehr für den Quadratmeter Wohnfläche bezahlen.

„Der F+B-Mietspiegelindex spiegelt hiermit auch die Wohnungsmarktsituation in den Wirtschaftsmetropolen Deutschlands wider“, so Clar. „Ein attraktives Arbeitsplatzangebot zieht mehr neue Wohnungsnachfrager an, der Wohnungsmarkt wird enger und die Mieten steigen schneller.“

Seite 2: Altbaumieten mit höchsten Steigerungsraten

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