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27. Juni 2013, 10:16
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Baufinanzierung: Monatliche Darlehensrate sinkt auf tiefsten Stand seit 2009

Im Mai 2013 geht die durchschnittliche Standardrate für ein Baudarlehen von 150.000 Euro mit zehnjähriger Sollzinsbindung, zweiprozentiger Tilgung und einem Beleihungsauslauf von 80 Prozent weiter zurück und unterbietet den Tiefststand des Vormonats.

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Stephan Gawarecki, Dr. Klein

Niedrigster Wert seit Aufzeichnungsbeginn

Sie reduziert sich von 566 Euro auf 555 Euro pro Monat. Das ist der niedrigste Wert seit Aufzeichnungsbeginn des Dr. Klein Trendindikators Baufinanzierung DTB Anfang 2009.

„Immobilienfinanzierungen sind gegenwärtig so günstig wie schon lange nicht mehr. Das vorteilhafte Finanzierungsumfeld nutzen auch Kunden mit schwächerer Bonität. Die Faustregel, dass eine Finanzierung mindestens zu 20 Prozent mit eigenem Kapital gestemmt werden sollte, ist im Durchschnitt aber weiter gewährleistet.

Im nächsten Monat erwarten wir eine höhere Standardrate, da die Baufinanzierungszinsen seit Mitte Mai angestiegen sind“, erklärt Stephan Gawarecki, Vorstandssprecherder Dr. Klein & Co. AG.

Sinkende Darlehenshöhe

Auch die durchschnittliche Darlehenshöhe geht im Mai leicht von 168.000 Euro auf 166.000 Euro zurück. Laut Europace Hauspreis-Index EPX verteuern sich die Wohnungs- und Hauspreise in diesem Zeitraum jedoch weiter.

Dass trotz steigender Kaufpreise die Darlehenshöhe bei sinkendem Eigenkapitalanteil zurückgeht, weise darauf hin, dass oftmals günstigere Bestandsimmobilien oder kleinere Wohnungen erworben werden.
Risikoaverse Käufer

Risikoaverse Käufer

Dabei handeln Erwerber risikoavers. Sie nutzen bewusst das attraktive Finanzierungsumfeld. Der Anstieg des durchschnittlichen Tilgungssatzes von 2,30 Prozent auf 2,36 Prozent zeigt, dass sich Darlehensnehmer durch eine höhere Tilgung schneller entschulden möchten.

Im Vorjahresmonat lag der Tilgungssatz bei 2,11 Prozent. Das Anziehen der durchschnittlichen Sollzinsbindung von 11 Jahren und 11 Monaten auf 12 Jahre unterstreicht die Risikoaversion.

Langfristige Zinssicherung

Erwerber sichern sich die niedrigen Zinsen lieber für einen längeren Zeitraum und reduzieren somit das Zinsänderungsrisiko. Für die langfristige Sicherheit sind sie bereit, eine etwas höhere Konditionen zu zahlen.  (mh)

Foto: Dr. Klein & Co. AG

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