Globale Büroimmobilienmärkte: Kapitalwerte steigen, Mieten bleiben stabil

Die globalen Kapitalwerte von Büroimmobilien setzten nach Angaben des Immobiliendienstleisters CBRE ihren Wachstumskurs fort und stiegen im ersten Quartal um 0,9 Prozent. Dagegen blieben die Büromieten im gleichen Zeitraum stabil.

Skyline von Chicago
Die stärkste Performance im Jahresvergleich zeigte der von den USA dominierte Americas Office Capital Value Index mit einem Wachstum von 1,5 Prozent im ersten Quartal 2013 bzw. 5,9 Prozent im Jahresvergleich. Dabei blieb die Nachfrage nach erstklassigen Immobilien auf den US-Gateway-Märkten (z.B. New York, Washington D.C. und San Francisco) stabil.

Aufgrund der aggressiven Preisbildung auf diesen Märkten waren die Investoren zunehmend bereit, in Sekundärmärkte wie Seattle, Houston, Dallas, Austin und Denver zu investieren, auf denen verhältnismäßig höhere Renditen als auf den Core-Märkten zu erzielen sind.

Rekordzuwächse in China

Deutlich weniger legte der Asia Pacific´s Office Capital Value Index im Quartalsverlauf mit einem Plus von 0,7 Prozent zu. Allerdings ist dieser mit einem Wachstum von 4,5 Prozent seit dem zweiten Quartal 2008 der einzige regionale Index, der seinen Höchstwert aus der Zeit vor der Rezession übertroffen hat. Schlüsselmärkte im Großraum China und Neuseeland verzeichneten auch im Verlauf des ersten Quartals 2013 Rekordzuwächse bei den Kapitalwerten.

CBRE-Indizes für globale Büromieten

Mit dem Wachstum bei den Kapitalwerten können die Mieten dagegen nicht mithalten. Zwar hat sich der Global Office Rent Index im Verlauf der letzten fünf Quartale aufgrund eines moderaten Wachstums in Nord- und Südamerika und einer stabilen Situation in Asien-Pazifik und EMEA stetig verbessert.

Der Index blieb für das erste Quartal 2013 jedoch unverändert und stieg im Verlauf des vergangenen Jahres um 0,8 Prozent. Allerdings liegt er immer noch 9,5 Prozent unter seinem Höchstwert aus der Zeit vor der Rezession.

Intensiver Wettbewerb um erstklassige Assets

„Die Wertsteigerung von Büroimmobilien während des Quartals betont die hohen risikoadjustierten Renditen von Gewerbeimmobilien. Das Erzielen derartiger Renditen schafft im Gegensatz zu niedriger verzinsten Investitionsalternativen nach wie vor einen intensiven Wettbewerb um erstklassige Assets. Ein begrenztes Angebot und eine lebhafte Nachfrage nach Prime-Immobilien in Toplagen haben das weltweite Mietniveau für Büros selbst in einem aufgrund des chronischen wirtschaftlichen Gegenwinds immer noch eingeschränkten globalen Umfelds gestützt“, kommentiert Jan Linsin, Head of Research bei CBRE in Deutschland, die Zahlen.

Da sich die Fundamentaldaten für die globale Wirtschaft und die Immobilienwirtschaft weiter erholten, sei weiterhin von stabilen Mieten auszugehen, mittelfristig mit der Tendenz zu moderatem Wachstum. (mh)

Foto: Shutterstock

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