Immokasse meldet Insolvenz an

Die auf Produkte für Senioren spezialisierte Immokasse GmbH mit Sitz in Unterhaching hat Anfang Januar Insolvenz angemeldet. Der Vermittler von Umkehrhypotheken und Darlehen hat seinen Geschäftsbetrieb eingestellt.


Insolvenz: Immokasse

Das im Dezember 2007 gegründete Unternehmen hatte sich als Vorreiter im Bereich der Umkehrhypothek in Deutschland verstanden. Als Grund für das Aus nennt Geschäftsführer Lutz Schroeder gegenüber Cash.Online Probleme in der Finanzierung. Die bisherigen Investoren seien nicht mehr bereit gewesen, dass Unternehmen weiterhin zu finanzieren. Auch die Suche nach einem neuen Investor sei nicht erfolgreich gewesen.

Lutz Schroeder

Für die Kunden, die bisher eine Umkehrhypothek oder einen Darlehensvertrag abgeschlossen haben, hätte dies jedoch keine Auswirkungen. „Immokasse war lediglich Vermittler diese Produkte. Die Kunden verfügen über Verträge mit der DKB AG, die davon unberührt weiterlaufen“, erläutert Schroeder.

Ursache für die Insolvenz der Immokasse sind nach Einschätzung von Schroeder Fehler in der strategischen Aufstellung, die dazu führten, dass das Unternehmen keine schwarzen Zahlen schrieb. So seien unter anderem hohe Beträge in den B-to-B-Bereich investiert worden, die sich nicht amortisiert hätten. „Leider ist es uns nicht gelungen, die Kunden in notwendiger Anzahl zu erreichen“, bilanziert Schroeder.

„Das Produkt der Umkehrhypothek hat dagegen nach wie vor ein enormes Marktpotenzial in Deutschland“, ist Schroeder überzeugt. Es werde jedoch noch eine zeitlang dauern, bis es sich etabliere. (bk)

Fotos: Shutterstock, Immokasse

 

 

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