Baufinanzierung: Standardrate so niedrig wie noch nie

Nach Angaben des Dienstleistungsunternehmens Dr. Klein, Lübeck, fiel der durchschnittliche Tilgungssatz für eine Baufinanzierung im Juli erneut leicht. Die durchschnittliche Standardrate sank auf ein Allzeit-Tief.

Im Juli setzten die Deutschen beim Bau wieder mehr Eigenkapital ein.

Laut Dr. Klein sank der Tilgungssatz nach dem Höchstwert von 2,46 Prozent im Mai 2014 im Juli auf 2,42 Prozent, liegt damit aber immer noch klar über dem Stand von vor einem Jahr.

Darlehenshöhe im Aufwärtstrend

Die Darlehenshöhe der Bundesbürger stieg im Juli deutlich auf 168.000 Euro (Vorjahr: 163.000 Euro), so Dr. Klein. Die durchschnittliche Standardrate sank im Juli laut Dr. Klein auf ein Allzeit-Tief von 545 Euro (Juni: 559 Euro).

Damit lag die Monatsrate für ein Standarddarlehen von 150.000 Euro, das mit einer zehnjährigen Sollzinsbindung ausgestattet ist und eine Beleihung von 80 Prozent bei einer Tilgung von zwei Prozent aufweist, laut der aktuellen Auswertung des Dr. Klein-Trendindikators Baufinanzierung noch einmal deutlich unter dem bisherigen Tiefstwert von 555 Euro im Mai 2013.

Eigenkapitalanteil wächst

Der durchschnittliche Beleihungsauslauf sank nach Angaben von Dr. Klein im Juli 2014 nur leicht von 78,43 auf 78,39 Prozent.

Analog stieg der Eigenkapitalanteil minimal von 21,57 auf 21,61 Prozent. Die Vorjahreswerte hatten laut Unternehmensangaben auf Höhe des Vormonatswertes gelegen, also bei 78,43 beziehungsweise 21,57 Prozent.

Die durchschnittliche Sollzinsbindung betrug vor einem Jahr elf Jahre und neun Monate. 2014 steigerte sie sich von elf Jahren und fünf Monaten im Juni deutlich auf elf Jahre und zehn Monate im Juli.

Der Anteil von Annuitätendarlehen mit einem festen Zinssatz stieg im Juli zum zweiten Mal in Folge deutlich an und lag mit 72,96 Prozent auch deutlich über dem Vorjahreswert von 71,00 Prozent.

Seite zwei: KfW-Darlehen stärker nachgefragt

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