Denkmalimmobilien: Auf Renditejagd

Anlageimmobilien sind derzeit begehrt. Die Zinsen für Kredite sind so niedrig wie nie zuvor, vielerorts locken hohe Renditen. Jedoch passt nicht jede Immobilie zu jedem Anleger. Investitionen sollten gut durchdacht sein.

Leipzig, ein Investitionsschwerpunkt für Denkmalimmobilien in Deutschland.

Noch nie waren sie so teuer wie heute. Der Kauf von Häusern und Wohnungen ist vor allem in Städten wie Hamburg und München kostspielig. In der Hansestadt erreichten Zinshäuser letztes Jahr Rekordpreise.

Laut der im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück ansässigen Research Medien AG, die monatlich den Immobilienbrief für Hamburg herausgibt, wurden letztes Jahr Objekte für rund 2,9 Millionen Euro gehandelt.

Gegenüber 2012 stiegen die Verkaufsfaktoren damit um 21 Prozent und lagen beim 18,7-Fachen der Jahresnettokaltmiete. Das Transaktionsvolumen übertraf bei einer nahezu unveränderten Zahl von 411 Objekten (2012: 404 Objekte) mit rund 1,2 Milliarden Euro sogar die Hamburger Boomjahre 2006/07.

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Nachfrage übertrifft Angebot

„Die Nachfrage übersteigt derzeit das Angebot, die Verkaufsgeschwindigkeit hat zugenommen, gerade auch wegen der niedrigen Zinsen“, sagt Curt-Rudolf Christof, Vorstand der auf Baudenkmäler spezialisierten Deutsche Sachwert Kontor AG (DSK) mit Hauptsitz im bayerischen Erding.

Der Mangel an attraktiven Anlagealternativen verstärkt das Interesse potenzieller Investoren. „Für viele Anleger sind deutsche Wohnimmobilien eine Alternative zu sicheren Anleihen, die nach Abzug von Inflationsrate und Steuern oft zu einer Negativrendite führen“, erklärt Eva Grunwald, Leiterin Baufinanzierung bei der Deutschen Bank, Frankfurt am Main.

Potenziellen Käufern ist trotz des Angebotsmangels nicht zu empfehlen, das erstbeste Objekt zu kaufen. „Kapitalanleger sollten beim Immobilienkauf auf eine sorgfältige Auswahl und die individuelle Betrachtung des Objekts achten“, rät Grunwald.

Seite zwei: Denkmalgeschützte Immobilien bieten Steuerentlastungen

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