IMX: Preiszuwachs bei Wohnimmobilien verringert sich

Der Immobilienindex IMX des Portals Immobilienscout24 weist für den Monat September einen weiteren leichten Anstieg der Wohnungspreise aus. Die weiteren Marktaussichten stuft das Portal jedoch als verhalten ein.

Die Wohnungspreise steigen derzeit deutlich langsamer als in der ersten Jahreshälfte 2014.

Obwohl sich laut Immobilienscout24 schwierigere Rahmenbedingungen für den deutschen Wohnimmobilienmarkt abzeichnen, weise der aktuelle IMX für den Monat September noch eine stabile Entwicklung aus.

Im Bereich der Eigentumswohnungen sei seit Monaten eine konstante, leichte Aufwärtsbewegung erkennbar: Im Monatsvergleich legten die Angebotspreise für Neubauwohnungen um 0,4 Prozentpunkte zu. Große Preissprünge sind nach Einschätzung von Immobilienscout24 in absehbarer Zeit allerdings kaum mehr zu erwarten.

Langsamer Aufwärtstrend bei Bestandswohnungen

Wohnungen aus dem Bestand verbuchten im Monatsvergleich ein Plus von 0,5 Prozentpunkten. In diesem Segment sei weiterhin mit einem langsamen, aber stetigen Aufwärtstrend zu rechnen. Bei den Wohnhäusern verteuerten sich Neubauten im September um 0,3 Prozentpunkte. Die Preise für Bestandshäuser kletterten um 0,2 Prozentpunkte.

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Wenig Bewegung gab es laut Immobilienscout24 bei den Mieten. Deutschlandweit kletterte das Niveau im September nur geringfügig um 0,1 Prozentpunkte. „Dies könnte sich in den kommenden Monaten ändern. Der Beschluss der Mietpreisbremse wird nun bald einem Praxistest unterzogen und es bleibt abzuwarten, wie sich die Vermieter verhalten werden“, kommentiert Michael Kiefer, Chefanalyst bei Immobilienscout24 und Mitglied im Rat der Immobilienweisen.

Nach Ankündigung der Mietbremsbremse seien die Mieten zu Jahresbeginn im Schnitt um mehr als drei Prozentpunkte innerhalb eines Quartals gestiegen. „Sollte sich diese Tendenz wiederholen, könnte der Gesetzgeber leicht das Gegenteil von dem bewirken, was die Regelung eigentlich erzielen sollte. Fakt ist, dass auch die Mietpreisbremse keinen neuen, bezahlbaren Wohnraum in gefragten Großstadtlagen schaffen kann“, so Kiefer.

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Seite 2: Unsichere Aussichten für die kommenden Monate

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