Anzeige
Anzeige
12. Mai 2014, 08:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

OIFs versus Direktinvestitionen: Wohnimmobilien lohnen sich immer

Die Immobilien-Indizes DIX und OFIX dokumentieren derzeit hohe Renditen von Direktinvestitionen im Wohnimmobiliensegment. Offene Immobilienfonds schneiden hingegen schlecht ab. Grund dafür sind nicht nur die in den Indizes berücksichtigten unterschiedlichen Kostenstrukturen, sondern auch die Portfoliostruktur.

Gastbeitrag von Thomas Meyer, Wertgrund Immobilien AG

Westgrund-meyer- in OIFs versus Direktinvestitionen: Wohnimmobilien lohnen sich immer

“Selbst in den vergangenen drei Jahren konnte mit direkten Investitionen durchschnittlich nur 3,8 Prozent jährliche Rendite erwirtschaftet werden.”

Ein Vergleich der aktuellen IPD-Indizes DIX und OFIX legt eigentlich nur einen Schluss nahe: Investieren Sie direkt in Wohnimmobilien! Mit dieser Asset-Klasse ließ sich laut DIX in den vergangenen drei Jahren eine jährliche Gesamtrendite von 7,8 Prozent erwirtschaften.

OIFs mit wenig Rendite

Offene Immobilienfonds dagegen schneiden laut OFIX im selben Zeitraum mit durchschnittlichen 2,5 Prozent jährlicher Rendite eher bescheiden ab. Und da sind die offenen Fonds, die sich in Liquidation befinden, schon herausgerechnet. Warum also überhaupt noch in offene Immobilienfonds investieren?

Unterschiede zwischen Indizes basieren auf Kosten

Zunächst resultiert die Diskrepanz zwischen DIX und OFIX aus unterschiedlichen Kostenstrukturen. Im OFIX sind mit Blick auf die Rendite die Aufwendungen für das Fondsmanagement bereits enthalten, während dies beim DIX nicht der Fall ist. Letzteres lässt die Renditen von direkten Immobilieninvestitionen höher erscheinen.

Aber: Durch eigene oder externe Management-Kosten der Objekte verringert sich die jährliche Rendite noch erheblich. Der DIX sagt somit nur wenig über den Netto-Return für Investoren und letztlich den Erfolg der Direktinvestitionen aus.

Portfoliostruktur ist ausschlaggebend

Die unterschiedlichen Ergebnisse haben aber auch etwas mit dem Investitionsprofil offener Immobilienpublikumsfonds zu tun. Sie investieren laut Angaben des BVI zu 61,7 Prozent in Büroimmobilien, traditionell lag der Wert sogar noch deutlich höher und erreichte bei einigen Fonds 75 Prozent.

Diese Asset-Klasse hat sich aber in der jüngeren Vergangenheit als Unter-Performer erwiesen, auch bei direkten Investitionen. In den vergangenen zehn Jahren lag der Total Return für deutsche Büroobjekte gerade einmal bei 2,1 Prozent pro Jahr. Bei einer Inflationsrate von 1,7 Prozent bedeutet dies, berücksichtigt man noch die Steuerbelastung, dass ein negatives Ergebnis erzielt wurde.

Selbst in den vergangenen drei Jahren konnte mit direkten Investitionen durchschnittlich nur 3,8 Prozent jährliche Rendite erwirtschaftet werden. Kein Wunder also, dass offene Immobilienfonds, die etwa zwei Drittel ihrer Immobilieninvestments in Büroobjekten anlegen, eine unterdurchschnittliche Performance aufweisen.

Fonds mit Fokus auf Wohnsegment verzeichnen gute Ergebnisse

Hingegen konnten jene beiden offenen Immobilienfonds auf dem Markt, die ihren Fokus ausschließlich auf Wohnimmobilien legen, in den vergangenen drei Jahren genauso gut performen wie die entsprechenden Direktinvestitionen. Diese beiden Fonds verbuchten in den vergangenen drei Jahren Wertsteigerungen von über 15 Prozent, das ergibt eine jährliche Rendite von mindestens fünf Prozent. Und hier sind die Gebühren für das Management schon enthalten. Hinsichtlich des Netto-Returns liegen sie mit Direktinvestitionen in Wohnimmobilien also nahezu gleichauf.

Das Vehikel ist somit nicht entscheidend für den Erfolg des Investments, sondern das Investitionsprofil. Und hier haben offene Fonds in der Vergangenheit zu stark auf Büroimmobilien gesetzt.

Autor Thomas Meyer ist Vorstand der Wertgrund Immobilien AG mit Hauptsitz in Starnberg.

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Insurtechs: Friday und Friendsurance vereinbaren Kooperation

Der Berliner Online-Makler Friendsurance und der digitale Kfz-Versicherer Friday arbeiten künftig zusammen. Das teilen die beiden Insurtechs mit. Durch die Kooperation soll die Kfz-Versicherung demnach günstiger und kundenfreundlicher werden.

mehr ...

Immobilien

Einzelhandel: Modebranche vor dem Umbruch

Die Anforderungen der Kunden an den Einzelhandel ändern sich. Damit ändern sich auch die Ansprüche der Mieter. Welche Herausforderungen die Branche erwartet und welche Vorstellungen die Mieter von Handelsimmobilien von der Zukunft haben, hat der Investor in Handelsimmobilien ILG untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Die Top Fünf Edelmetall-Fonds

Die Unsicherheit an den Finanzmärkten steigt und damit auch die Nachfrage nach Edelmetallen, insbesondere Gold. Fonds bieten eine liquide Lösung für Anleger, die ihr Portfolio um Edelmetalle ergänzen wollen. Cash. hat die Bewertungen der Top Fünf Fonds von Morningstar und Citywire miteinander verglichen.

mehr ...

Berater

Netfonds erweitert Beraterplattform

Wie der Hamburger Maklerpool Netfonds mitteilt, hat er seine Beraterplattform Fundsware Pro ausgebaut. Demnach wurde das Analysetool “Tarifair” integriert, das den Vergleich alter und neuer Tarife im Kompositbereich nach Verbraucherschutzkriterien ermöglichen soll.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Krux mit dem Verfallsdatum

Die neueste Cash.-Markterhebung und eine aktuelle Mitteilung der BaFin lenken den Blick auf eine spezielle Vorschrift für Vermögensanlagen-Emissionen. Einsichtig ist diese nicht – und ein Risiko auch für den Vertrieb. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...