26. September 2014, 10:32
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Elementarschaden-Pflichtpolice: Bund versus Versicherer

Die Bundesregierung denkt bereits seit Längerem über die Einführung einer Versicherungspflicht gegen Elementarschäden nach. Unterstützung erhält sie von Verbraucherschützern und der Partei Die Linke. Die Versicherer hingegen kritisieren dies heftig. Sie sehen die öffentliche Hand und die Hausbesitzer in der Pflicht. Die Justizminister der Bundesländer haben in 2014 auf einer Konferenz keine Pflicht zur Versicherung beschlossen.

Pflichtversicherung-Elementarschaeden in Elementarschaden-Pflichtpolice: Bund versus Versicherer

Die Linke befürchtet, dass Hauseigentümer in Zonen mit hohem Hochwasserrisiko künftig keine Möglichkeit mehr erhalten, eine Versicherung gegen Elementarschäden abzuschließen.

Im Sommer 2013, als tagelange Regenfälle in sieben europäischen Staaten schwere Überschwemmungen verursachten, stand das Thema ganz oben auf der politischen Agenda.

Ein Grund hierfür: Die öffentliche Hand musste viel Geld in den Wiederaufbau von Straßen, Brücken und Häusern stecken. Die Verbraucherschutzorganisation Bund der Versicherten, Hamburg, befürwortet die Einführung einer Versicherungspflicht.

Versicherer fürchten hohe Schadensummen in Risikogebieten

Die Organisation berichtete bereits mehrmals, dass es für Hauseigentümer in Hochwasser-Risikogebieten immer noch nicht einfacher als vor einigen Jahren sei, zusätzlich zur Wohngebäudeversicherung eine entsprechende Elementarschadenversicherung abzuschließen. Die Versicherer fürchten demnach hohe Schadensummen in Risikogebieten.

Unterstützung erhalten die Verbraucherschützer von der Partei Die Linke, die den Argumenten politische Bedeutung verschaffte, indem sie im Bundestag eine Kleine Anfrage stellte.

Kritik an Plänen des Bundes

Die Partei befürchtet, dass Hauseigentümer in Zonen mit hohem Hochwasserrisiko künftig keine Möglichkeit mehr erhalten, eine Versicherung gegen Elementarschäden abzuschließen. Die Prüfung des Sachverhalts obliegt einer eigens eingesetzten Arbeitsgruppe von Justizministern des Bundes und der Länder.

Seite zwei: Öffentliche Hand und Hausbesitzer in der Pflicht

Weiter lesen: 1 2 3

1 Kommentar

  1. Die Pflichtpolice wäre ein Weg von der allgemeinen Haftung für solche Schäden weg zukommen. Aber zusätzlich sollte der Staat trotzdem Dämme, Deiche und ähnliche Schutzmaßnahmen angehen.

    Kommentar von Jan Lanc — 29. September 2014 @ 11:19

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Kfz-Versicherung: Preiswettbewerb zeigt sich auch bei Kosten für Werbung bei Google

Der Preiskampf der Kfz-Versicherer zur Wechselsaison macht sich bereits bemerkbar: Verbraucher zahlen aktuell im Schnitt 301 Euro für die Kfz-Haftpflichtversicherung. Das sind 13 Prozent weniger als im August (346 Euro). Wo sich der Preiswettbewerb noch zeigt.

mehr ...

Immobilien

KanAm-Fonds kauft erstmals in Dublin

Der offene Immobilienfonds Leading Cities Invest der KanAm Grund Group ist jetzt auch in der irischen Hauptstadt Dublin präsent. Er erwarb das voll vermietete Wythe Building in der Cuffe Street. Der Fonds wurde wieder geöffnet. 

mehr ...

Investmentfonds

Apo Bank bringt Healthcare-Fonds mit Fokus Schwellenländern

Die apoAsset, die Fondstochter der Deutschen Apotheker- und Ärztebank und der Deutschen Ärzteversicherung, hat einen neuen Aktienfonds für institutionelle Anleger aufgelegt.

mehr ...

Berater

Perspectivum setzt auf DIN-Norm

Die Perspectivum GmbH aus Grevenbroich bietet ab sofort Qualifizierungsmaßnahmen für die korrekte Umsetzung der DIN-Norm 77230 “Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte” an. Die Maßnahmen werden durch eine Prüfung und Zertifizierung durch das Defino Institut für Finanznorm abgeschlossen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsche Lichtmiete schließt LED-Direktinvestment

Das Direkt-Investitions-Programm „LichtmieteEnergieEffizienz A+“ der Deutschen Lichtmiete wurde mit einer Platzierungssumme von über 27,5 Millionen Euro geschlossen. Auch die Gesamtzahl der bisherigen Anleger in dem Konzept ist beachtlich.

mehr ...

Recht

Wohnrecht in Härtefällen: Können Mieter pauschal unkündbar werden?

Deutschland ist ein Land der Mieter, nur knapp 48 Prozent der Haushalte verfügen über Hausbeziehungsweise Grundbesitz. Durch den demografischen Wandel gibt es deshalb inzwischen viele Mietwohnungen, die von Menschen jenseits der 70 bewohnt werden. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat
in seinen Urteilen vom 22. Mai 2019 nun entschieden, ob ein Mieter ab einem gewissen Alter unkündbar wird und wie Härtefelle bei Kündigungen generell zu behandeln sind (Az: VIII ZR 180/18, VIII ZR 167/17).

mehr ...