Wohnsharing: Trend ohne Nachfrage

Als Paradebeispiel in Sachen Wohnsharing gilt das Quartier „Am Hirschgarten“ in München, das auf einem stillgelegten Gelände der Bahn zwischen Hauptbahnhof und Pasing vom Projektentwickler LBBW Immobilien, Stuttgart, entwickelt wird. Bis zum Sommer 2016 sollen dort zwei Wohntürme namens „Friends“ entstehen, die 130 Wohnungen zwischen 41 und 129 Quadratmetern beherbergen.

Nachhaltig investieren

Bei der Gestaltung der Grundrisse legt der Projektentwickler großen Wert auf Effizienz. Die künftigen Bewohner teilen sich laut den Bauplänen eine Dachterrasse sowie eine Küchenlounge, die angemietet werden kann. Stauraum gibt es in sogenannten „Storage-Bereichen“.

Projekte wie die Friends-Türme in München haben sich in Deutschland bisher nicht durchgesetzt. „Wir haben es mit einem sicherlich interessanten Produkt zu tun. Es wird allerdings nicht nachgefragt“, sagt Dr. Thomas Beyerle, Group Head of Research bei der international agierenden Catella Property Group, Berlin.

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Sharing-Gedanke bisher nicht durchgesetzt

„Im Eigentumssegment sind die zu regelnden Aspekte wie eine Kostenumlage oder Regelungen zur Nutzung und Pflege immer problembehaftet“, erläutert Frank Stolz, Leiter Neubau beim Hamburger Immobilienmakler Grossmann & Berger.

„In 15 Jahren sind mir bisher nur zwei Projekte mit Gemeinschaftsflächen begegnet, und dabei handelte es sich um Dachterrassen.“ Das Thema Wohnsharing sei eher im Mietsegment und für Genossenschaften oder Studenten interessant.

Ob sich der Sharing-Gedanke in den kommenden Jahren in Deutschland auch im Wohnbereich der etabliert, kann derzeit nicht prognistiziert werden. (st)

Foto: Shutterstock

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