24. November 2015, 14:04
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

IVD: Büromieten wachsen in Mittelstädten am stärksten

Die Mieten auf dem deutschen Büromarkt sind in fast allen Lagen angestiegen – so ein Ergebnis des IVD-Gewerbe-Preisspiegels. Die höchsten Zuwächse verzeichneten Städte mit 100.000 bis 200.000 Einwohnern.

IVD Gewerbepreisspiegel

Der Zuwachs der Beschäftigungszahlen in Deutschland lässt auch die Nachfrage nach Büroflächen steigen.

Der Büromarkt in Deutschland entwickelt sich dank der guten wirtschaftlichen Situation weiterhin sehr positiv, teilt der Immobilienverband Deutschland (IVD) mit.

Die Mieten seien in fast allen Lagen angestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt der IVD-Gewerbe-Preisspiegel 2015/2016, der auf der IVD-Preisdatensammlung basiert und für rund 350 Städte und Gemeinden neben Büromieten auch die Preise für Baugrundstücke in Gewerbegebieten erfasst.

Mit einem Wachstum von 3,56 Prozent verzeichneten demnach insbesondere Städte mit 100.000 bis 200.000 Einwohnern bei Büroflächen in einfacher Lage und Ausstattung eine hohe Nachfrage.



Gute wirtschaftliche Entwicklung hat positive Auswirkungen

Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland ist von Juli 2014 bis Juli 2015 von rund 30,12 Millionen Beschäftigten um etwa zwei Prozent auf 30,73 Millionen Beschäftigte angestiegen, wie die Bundesagentur für Arbeit meldet.

Rund 80 Prozent dieser Beschäftigten arbeiteten in Städten jenseits der Top 7-Bürostandorte Deutschlands. “Der wirtschaftliche Aufschwung macht sich jetzt auch in diesen kleineren Städten bemerkbar und zieht daher viele Investoren an”, erklärt IVD-Präsident Jürgen Michael Schick. “Nach einem langen Zeitraum mit stabilen Mieten ziehen die Preise dort nun auch bei den einfachen und mittleren Lagen an.”

Aber auch in Städten ab 200.000 Einwohnern steigen nach Aussage des IVD insbesondere die Mieten von Büroflächen mit gutem und mittlerem Nutzungswert stärker an. In kleineren Städten mit weniger als 30.000 Einwohnern seien die Mieten  mit einfachem Nutzungswert dagegen geringfügig rückläufig.

Frankfurt am teuersten

Unter den Metropolen liegt Frankfurt mit einer Spitzenbüromiete von 37,33 Euro pro Quadratmeter auf dem ersten Platz. München und Düsseldorf folgen wie schon im Vorjahr auf Platz zwei und drei mit 34,30 Euro beziehungsweise 26,00 Euro pro Quadratmeter.

Bis auf Düsseldorf und Köln, wo sich die Spitzenmiete im Vergleich zum Vorjahr leicht abgeschwächt habe, konnten die verbleibenden Top-Bürostandorte laut IVD leichte Zuwächse bei den Spitzenmieten für Büroflächen verzeichnen. (bk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Ablaufprognosen der Lebensversicherer: Wer vor 2005 abschloss, der hat ein solides Produkt

Wie stark haben die deutschen Lebensversicherungsgesellschaften und deren Kunden in den letzten acht Jahren im Zinstief gelitten? Dieser Frage geht eine Auswertung des Analysehauses Partner in Life S.A. (PiL) nach. So haben 90 Prozent der Policen aller Versicherungsgesellschaften Kürzungen hinnehmen müssen; im Marktdurchschnitt in Höhe von 5,5 Prozent im Vergleich zu den Ablaufprognosen aus dem Jahr 2002.

mehr ...

Immobilien

Senkung der Grunderwerbssteuer: So hoch wäre die Entlastung

In den letzten Wochen mehren sich die Forderungen nach eiiner dringend erfoderlichen Reform der Grunderwerbssteuer. Experten haben jetzt einmal den Effekt einer geplanten Steuersenkung auf die Wohnungsfinanzierung analysiert. Wie viel Entlastung in Metropolen und in den Kreisen tatsächlich drin ist.

mehr ...

Investmentfonds

Neuer Ärger für Facebook: Petition gegen Libra gestartet

Gegen Facebooks Pläne für die Digitalwährung Libra hat die Bürgerbewegung Finanzwende am Dienstag gemeinsam mit der Brüsseler Organisation Finance Watch eine Petition gestartet. EU-Kommission und EZB werden darin aufgefordert, “dieses hochgefährliche Projekt sofort zu stoppen”. Ziel sei ein Verbot des Projekts.

mehr ...

Berater

Brexit: Briten zweifeln an fristgerechter Lösung

Boris Johnson wird heute alle Voraussicht nach zum neuen Premierminister Großbritanniens gewählt. Der umstrittene Konservative und Brexit-Befürworter verspricht unter anderem den fristgerechten EU-Austritt Großbritanniens bis zum 31. Oktober. Wie das trotz der ungeklärten Nordirland-Frage klappen soll? – Die Antwort auf diese Frage hat Johnson bisher nicht geliefert, weiß sie vermutlich selber nicht.

mehr ...

Sachwertanlagen

CH2 platziert erfolgreich erste Aves-Anleihe

Große Nachfrage verzeichnete in den vergangenen Wochen die Anleihe „Aves Transport 1“. Es handelt sich um die erste Anleihe des börsennotierten Konzerns Aves One, die mit einem Kupon von 5,25 Prozent ausgestattet ist und eine fünfjährige Laufzeit hat.

mehr ...

Recht

BGH entscheidet über zeitliche Festlegung von Rechtsschutzfällen

Wann ist eine Rechtsschutzversicherung zur Zahlung verpflichtet? Mit dieser Frage musste sich der Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) Anfang dieses Monats auseinandersetzen.

mehr ...