IVD: Büromieten wachsen in Mittelstädten am stärksten

Die Mieten auf dem deutschen Büromarkt sind in fast allen Lagen angestiegen – so ein Ergebnis des IVD-Gewerbe-Preisspiegels. Die höchsten Zuwächse verzeichneten Städte mit 100.000 bis 200.000 Einwohnern.

Der Zuwachs der Beschäftigungszahlen in Deutschland lässt auch die Nachfrage nach Büroflächen steigen.

Der Büromarkt in Deutschland entwickelt sich dank der guten wirtschaftlichen Situation weiterhin sehr positiv, teilt der Immobilienverband Deutschland (IVD) mit.

Die Mieten seien in fast allen Lagen angestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt der IVD-Gewerbe-Preisspiegel 2015/2016, der auf der IVD-Preisdatensammlung basiert und für rund 350 Städte und Gemeinden neben Büromieten auch die Preise für Baugrundstücke in Gewerbegebieten erfasst.

Mit einem Wachstum von 3,56 Prozent verzeichneten demnach insbesondere Städte mit 100.000 bis 200.000 Einwohnern bei Büroflächen in einfacher Lage und Ausstattung eine hohe Nachfrage.



Gute wirtschaftliche Entwicklung hat positive Auswirkungen

Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland ist von Juli 2014 bis Juli 2015 von rund 30,12 Millionen Beschäftigten um etwa zwei Prozent auf 30,73 Millionen Beschäftigte angestiegen, wie die Bundesagentur für Arbeit meldet.

Rund 80 Prozent dieser Beschäftigten arbeiteten in Städten jenseits der Top 7-Bürostandorte Deutschlands. „Der wirtschaftliche Aufschwung macht sich jetzt auch in diesen kleineren Städten bemerkbar und zieht daher viele Investoren an“, erklärt IVD-Präsident Jürgen Michael Schick. „Nach einem langen Zeitraum mit stabilen Mieten ziehen die Preise dort nun auch bei den einfachen und mittleren Lagen an.“

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Aber auch in Städten ab 200.000 Einwohnern steigen nach Aussage des IVD insbesondere die Mieten von Büroflächen mit gutem und mittlerem Nutzungswert stärker an. In kleineren Städten mit weniger als 30.000 Einwohnern seien die Mieten  mit einfachem Nutzungswert dagegen geringfügig rückläufig.

Frankfurt am teuersten

Unter den Metropolen liegt Frankfurt mit einer Spitzenbüromiete von 37,33 Euro pro Quadratmeter auf dem ersten Platz. München und Düsseldorf folgen wie schon im Vorjahr auf Platz zwei und drei mit 34,30 Euro beziehungsweise 26,00 Euro pro Quadratmeter.

Bis auf Düsseldorf und Köln, wo sich die Spitzenmiete im Vergleich zum Vorjahr leicht abgeschwächt habe, konnten die verbleibenden Top-Bürostandorte laut IVD leichte Zuwächse bei den Spitzenmieten für Büroflächen verzeichnen. (bk)

Foto: Shutterstock

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