24. April 2015, 09:47
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Logistikmarkt Deutschland: Rund eine Million Quadratmeter Flächenumsatz

Der bundesweite Flächenumsatz für Logistik- und Lagerflächen hat nach Angaben von BNP Paribas Real Estate im ersten Quartal 2015 einen Wert von 1,08 Millionen Quadratmeter erreicht. Allerdings ist das Ergebnis in den Metropolregionen deutlich gesunken.

Logistikimmobilien BNPPRE

Zum Jahresanfang 2015 wurden verstärkt Logistikflächen außerhalb der Metropolregionen nachgefragt.

Das Gesamtmarktergebnis liegt nach Angaben von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) nahezu exakt auf dem Niveau des Vorjahres. Der langjährige Durchschnitt sei mit diesem Resultat um knapp drei Prozent übertroffen werden.

“Damit wurden bereits im fünften Jahr in Folge schon in den ersten drei Monaten des Jahres mehr als eine Million Quadratmeter Logistik- und Lagerfläche umgesetzt. Rückläufig entwickelt hat sich die Beteiligung der Eigennutzer, die aktuell rund 40 Prozent zum Resultat beitragen, was absolut betrachtet einem Rückgang um circa 26 Prozent entspricht”, erklärt Hans-Jürgen Hoffmann, Head of Industrial Services & Investment bei BNP Paribas Real Estate. Erheblich zugelegt habe dagegen der reine Vermietungsumsatz (plus 32 Prozent), der sich auf 654.000 Quadratmeter addiere.

Umsatz klettert außerhalb der Ballungsräume

Außerhalb der großen Ballungsräume konnte der Flächenumsatz nach Angaben von BNPPRE gegenüber dem Vorjahreszeitraum um gut 16 Prozent zulegen und erreichte im ersten Quartal ein Volumen von 563.000 Quadratmetern.

Von den insgesamt 14 Logistikregionen, die BNP Paribas Real Estate außerhalb der sieben bedeutenden Logistikmärkte regelmäßig analysiere, hat sich das Ergebnis vor allem im Ruhrgebiet sehr positiv entwickelt. Mit 120.000 Quadratmetern sei der Vorjahreswert um fast 167 Prozent übertroffen worden.

Rückgänge in den Metropolregionen

Anders als im restlichen Bundesgebiet habe sich der Flächenumsatz in den sieben bedeutenden Logistikmärkten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München) rückläufig entwickelt. Mit 520.000 Quadratmeter fiel er knapp 13 Prozent geringer aus als im ersten Quartal 2014. Lediglich Leipzig habe mit 80.000 Quadratmetern eine Steigerung um 74 Prozent verzeichnet.

In Frankfurt blieb das Ergebnis laut BNPPRE mit 168.000 Quadratmetern nur geringfügig unter dem Vorjahreswert (minus vier Prozent). Auf den Rängen zwei und drei folgen fast gleichauf Berlin mit 86.000 Quadratmetern (minus 17 Prozent) und Hamburg mit 85.000 Quadratmetern (minus 32,5 Prozent).

Auch in München (37.000 Quadratmeter, minus 29 Prozent) und Düsseldorf (36.000 Quadratmeter, minus 25 Prozent) fiel das Ergebnis spürbar niedriger aus. Den geringsten Umsatz verzeichne bislang der Großraum Köln, wo sich die Abschlüsse auf 28.000 Quadratmeter summieren (minus 39 Prozent).

Nachfrage am Gesamtmarkt bleibt voraussichtlich hoch

Trotz der aktuellen Rückgänge in den Ballungsräumen erwartet BNPPRE für den weiteren Jahresverlauf am Gesamtmarkt ein lebhaftes Marktgeschehen.

“Aufgrund der positiven gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist sogar ein weiteres Anziehen der Nachfrage nicht ausgeschlossen. Das deutliche Anziehen des Vermietungsmarkts bereits im ersten Quartal kann als Beleg für diese Einschätzung gewertet werden. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass der Flächenumsatz 2015 mit großer Wahrscheinlichkeit erneut deutlich über der Vier-Millionen-Schwelle liegen dürfte”, prognostiziert Christopher Raabe, Head of Industrial Letting bei BNP Paribas Real Estate. (bk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Frauen arbeiten vor der Rente immer länger

Die Dauer der gesetzlichen Rentenabsicherung vor dem Ruhestand ist bei Frauen in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen, wie neue Rentendaten zeigen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

mehr ...

Immobilien

Das sollten private Vermieter beachten

Die meisten Wohnungen gehören in Deutschland Privatleuten. Sie vermieten meistens nur ein oder zwei Einheiten. Kleinvermieter nutzen die Immobilie häufig als Kapitalanlage oder als Finanzierungsbeitrag zum Bau des Eigenheims. Worauf es für private Vermieter ankommt.

mehr ...

Investmentfonds

Britische Staatsanleihen: Sorgen Brexit und Corona für negative Renditen?

Die anhaltende Covid-19-Pandemie und der zäh verlaufende Brexit-Prozess könnten die Renditen britischer Staatsanleihen unter die Nullgrenze bringen, kommentiert Colin Finlayson, Co-Manager des Aegon Strategic Global Bond Fund bei Aegon Asset Management.

mehr ...

Berater

Recruiting: Warum die Story stimmen muss

Vielen jungen Absolventen und Berufseinsteigern gilt die Finanzdienstleistungsbranche zu sehr als “old men network”, sie zieht es zu den vermeintlich jungen und hippen Fintechs. Bei ihren Rekrutierungsbemühungen steht sich die Branche aber auch selbst im Weg.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin nimmt Deutsche Edelfisch DEG II ins Visier

Die Finanzaufsicht BaFin hat den hinreichend begründeten Verdacht, dass die Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG in Deutschland Wertpapiere in Form von Schuldverschreibungen ohne das erforderliche Wertpapier-Informationsblatt öffentlich anbietet. Im Markt der Vermögensanlagen ist das Unternehmen nicht unbekannt.

mehr ...

Recht

Berliner Verfassungsgerichtshof setzt Mietendeckel-Verfahren aus

Der Berliner Verfassungsgerichtshof hat die Prüfung des umstrittenen Mietendeckels ausgesetzt. Man wolle zunächst den Ausgang der anhängigen Verfahren dazu beim Bundesverfassungsgericht abwarten, teilte das höchste Berliner Gericht am Donnerstag mit.

mehr ...