Berliner Wohnungsmarkt: Anhaltende Dynamik

Der Wohnimmobilienmarkt der Hauptstadt floriert, vor allem die zentrumsnahen Lagen zeigen eine hohe Dynamik. Dies bietet gute Chancen für Immobilienanleger, wenn sie die Verschiedenheit der Bezirke sowie realistische Renditen einkalkulieren.

Gastbeitrag von Nikolaus Ziegert, Ziegert – Bank- und Immobilienconsulting

Die Nachfrage am Berliner Wohnungsmarkt wird durch die hohe Zahl junger Zuzügler aus dem In- und Ausland befeuert.

„Kann man nicht meckern“, das ist im Berlinischen das Synonym für „großartig“, „fantastisch“ oder „super“.

Wertsteigerungen um 50 Prozent

Nicht meckern kann beispielsweise, wer sich in den letzten Jahren in Berlin eine Eigentumswohnung gekauft hat. Denn Wertsteigerungen um 50 Prozent in den vergangenen fünf Jahren sind in der Hauptstadt wahrlich keine Seltenheit.

In zentralen Bezirken wie Mitte oder Friedrichshain-Kreuzberg dürften es mehrheitlich sogar 100 Prozent und mehr sein.

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Allerdings gibt es auch periphere Lagen, in denen es keine oder nur geringe Veränderungen gegeben hat. In Marzahn-Hellersdorf, Spandau und Reinickendorf wird das Gros der Wohnungen nach wie vor zu Preisen von um die 1.000 Euro pro Quadratmeter gehandelt – und das obwohl die Wohnungsnachfrage auch am Stadtrand in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen und der Leerstand unter die Fluktuationsreserve von drei Prozent gefallen ist.

Der Grund für die Stagnation: In diesen Lagen wird fast ausschließlich nach Mietwohnungen gesucht und die Interessenten sind in der Regel sehr preisbewusste Berliner.

Zuwanderung treibt den Markt

Umgekehrt sind die aktuellen Miet- und Preissteigerungen vor allem durch die starke Dynamik in den zentralen Stadtteilen getrieben: Zuwanderung nach Berlin findet vor allem in Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf und Friedrichshain-Kreuzberg und zunehmend aus dem Ausland statt.

Fast jeder zweite der jährlich 40.000 Neuberliner hat zuvor außerhalb Deutschlands gewohnt. Für die Entwicklung des Wohnungsmarktes entscheidend ist zudem: Die Mehrheit der Zuwanderer ist zwischen 18 und 30 Jahre alt und viele haben studiert.

Seite zwei: Gewachsene Urbanität

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