2. Januar 2015, 09:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Neo Investing: Die Schwarmfinanzierung für Immobilien

Etwa sieben Millionen Deutsche investieren in Immobilien. Die meisten allerdings mit mäßigem Erfolg: In den vergangenen Jahren lag die Rendite bei Immobilieninvestments laut einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung netto im Schnitt nur bei 1,5 bis zwei Prozent. Bei knapp einem Viertel der Anleger lag sie sogar bei null Prozent. Crowdinvesting- oder Neo Investing-Plattformen bieten Privatanlegern die Möglichkeit, in Immobilienobjekte oder aufstrebende Unternehmen zu investieren – und das bei einer deutlich höheren Rendite.

Gastbeitrag von Dr. Guido Sandler, Bergfürst Bank AG

Guido-sandler Bergfuerst AG in Neo Investing: Die Schwarmfinanzierung für Immobilien

Guido Sandler: “Vor dem Start einer Emission ist besonders wichtig, dass die Privatanleger wie bei Neo Investing-Projekten transparent und umfassend über die Chancen und Risiken der Beteiligung informiert werden.”

Im Jahr 2011 wurden in Deutschland die ersten Crowdinvesting-Projekte gestartet. Seitdem wächst der Markt rasant: Laut der Plattform “Für Gründer.de” gibt es in Deutschland mittlerweile mehr als 30 Plattformen, die Crowdfunding oder Crowdinvesting anbieten. Experten gehen davon aus, dass auf deutschen Plattformen 2014 mehr als 20 Millionen Euro investiert wurden – und der Markt wird 2015 weiter wachsen.

Doch worin liegen die Unterschiede der verschiedenen Investitionsmodelle zur Schwarmfinanzierung? Beim Crowdfunding werben Unternehmen bei Privatinvestoren um Spenden. Diese erhalten dafür meistens nicht-monetäre Gegenleistungen. Crowdinvesting dagegen ist ein renditeorientiertes Crowdfunding, meistens in Form von Krediten oder Fremdkapital, bei dem Anleger ein hohes Risiko tragen, aber bislang nur selten an den Geldzuflüssen des Unternehmens profitieren.

BaFin-Erlaubnis für Neo Investing im Immobilienbereich

Nur beim Neo Investing können Privatanleger im Rahmen der Unternehmensemissionen in Eigenkapital investieren. Sie haben so das gleiche Chancen-Risiko-Profil wie die Eigentümer selbst. Um in Deutschland ein öffentliches Angebot und dadurch Eigenkapital anbieten zu können, ist eine Erlaubnis der BaFin nötig – diese Struktur haben wir mittlerweile aufgebaut.

Durch den Erhalt der BaFin-Lizenz, haben Anleger einen weiteren entscheidenden Vorteil: Sie haben so die Möglichkeit, ihre Anteile im Rahmen von Angebot und Nachfrage zu handeln, um ihr Investment an herrschende Marktgegebenheiten anzupassen.

Seite zwei: Transparenz der Anbieter

Weiter lesen: 1 2

1 Kommentar

  1. […] die Gewinne aus dem Verkauf unter allen Anteilseignern aufgeteilt. Im Prinzip funktioniert das bei schwarmfinanzierten Immobilien genauso: Wird die Immobilie verkauft oder erwirtschaftet Gewinne, sind die Klein- und […]

    Pingback von Crowdinvesting – wenn das Internet zu einem lokalen Wirtschaftsfaktor wird – Thüringen im Blick – Nachrichten und Meldungen — 29. Dezember 2017 @ 08:56

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Zurich startet Erstattungen an Thomas Cook-Kunden

Zurich startet mit Erstattungen an Kunden der insolventen Thomas Cook Deutschland GmbH. Dem Versicherer liegen nun ausreichend Informationen vor, um mit hinreichender Genauigkeit eine vorläufige Berechnung der Gesamthöhe aller Ersatzansprüche vorzunehmen.

mehr ...

Immobilien

Wo die nachhaltigsten Wohnimmobilien stehen

Immobilieninvestoren müssen zunehmend die Nachhaltigkeit ihrer Investments im Blick haben. Der Investment-Manager Empira Gruppe hat Städte und Regionen unter die Lupe genommen. Welche Top und welche Flop sind.

mehr ...

Investmentfonds

Wie Sie Ihre Finanzen im Griff behalten

Ob Single oder Familie mit Kindern, auch wenn jeder Haushalt anders strukturiert ist, geht es immer darum, mit einem bestimmten Budget auszukommen. Es ist nicht entscheidend, wieviel Geld zur Verfügung steht, sondern dass die Ausgaben an die Einnahmen angepasst sind, um nicht in eine finanzielle Schieflage zu rutschen.

mehr ...

Berater

287 Millionen Euro Schäden aus Thomas-Cook-Pleite

Die Pleite der deutschen Thomas Cook kommt den Fiskus teuer zu stehen. Die Schadenssumme liegt nach vorläufigen Berechnungen mit 287,4 Millionen Euro deutlich über der versicherten Summe von 110 Millionen Euro, wie der Versicherer Zurich mitteilt.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin untersagt weiteres Baum-Direktinvestment

Die Finanzaufsicht BaFin hat der Nova Vita Trees d.o.o. das öffentliche Angebot des Direktinvestments in Paulownia Bäume in Deutschland untersagt. Der Grund ist der gleiche, wie zuvor schon bei einer Reihe anderer Emissionen.

mehr ...

Recht

FDP kritisiert Finanzhilfe des Bundes für Thomas-Cook-Kunden

Die FDP hat die Finanzhilfe der Bundesregierung für geschädigte Kunden des insolventen Reiseunternehmens Thomas Cook kritisiert. Der stellvertretende FDP-Fraktionschef Michael Theurer sagte: “Dass nun der Steuerzahler einspringen soll, ist ein Schuldeingeständnis der Großen Koalition. Sie hat die EU-Gesetzgebung offenbar mangelhaft umgesetzt. (…) Es kann nicht angehen, dass Risiken verstaatlicht und Gewinne privatisiert werden.”

mehr ...