USA: Hauspreise gehen überraschend zurück

Die Preise am US-Häusermarkt sind im Juni überraschend gefallen. Im Vormonatsvergleich wurde in den zwanzig größten Ballungsgebieten ein Preisrückgang um 0,12 Prozent verzeichnet, wie der am Dienstag veröffentlichte S&P/Case-Shiller-Index zeigte.

Skyline in San Francisco

Ökonomen hatten dagegen einen Anstieg um 0,12 Prozent erwartet. Allerdings wurde der Wert für Mai im Vormonatsvergleich um 0,08 Prozentpunkte nach oben korrigiert, nachdem bislang von einem Minus in Höhe von 0,18 Prozent ausgegangen worden war.

Im Jahresvergleich legten die Preise zu, allerdings schwächer als erwartet. Der Anstieg lag bei 4,97 Prozent, während Volkswirte 5,10 Prozent erwartet hatten. Der Wert für den Vormonat Mai im Jahresvergleich wurde von 4,94 Prozent auf 4,99 Prozent nach oben korrigiert.

Hauspreise beeinflussen Konsum privater Haushalte

Die Preisentwicklung am Immobilienmarkt spielt eine große Rolle für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed, weil die Hauspreise die Konsumfreude der privaten Haushalte beeinflussen.

Die Veröffentlichung der aktuellen Zahlen könnte daher Auswirkungen auf die kommende Fed-Sitzung im September haben, bei der eine erste Zinsanhebung seit über neun Jahren unter Experten als möglich gilt.

Die überraschend schlechten Zahlen vom Häusermarkt dürften eher dämpfend auf die Erwartungen einer baldigen Straffung der Zinspolitik wirken.

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Allerdings werden die Diskussionen um eine baldige US-Zinswende momentan ohnehin stark von den Turbulenzen in China überschattet.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock.com

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