Dauerbrenner unter den Kapitalanlagen

Käufer sollten über ausreichend Eigenkapital verfügen

Es gilt die Faustregel: Je älter der Käufer einer Immobilie ist, desto höher sollte das Eigenkapital sein. Auch wenn das Zinsumfeld den Immobilienkauf insgesamt begünstigt und die Bereitschaft dafür steigert, gilt es gewisse Spielregeln zu beachten. Denn zumindest theoretisch besteht immer die Gefahr, dass eine Immobilie an Wert verliert. Wichtig ist in puncto Werterhalt, dass das Objekt in einer prosperierenden Wachstumsregion liegt, in der die Bevölkerung auf absehbare Zeit zunehmen wird und die Immobilienpreise in der Folge eher steigen als sinken dürften.

Des Weiteren ist in Städten mit Bevölkerungswachstum die Chance, bei einem Mieterwechsel rasch einen Anschlussmieter zu finden, deutlich größer als in Städten mit abnehmender Bevölkerung. Genau der umgekehrte Effekt ist in Regionen zu beobachten, aus denen die Menschen wegziehen, weil es zum Beispiel an Arbeitsplätzen fehlt. Dort ist der Erwerb einer Immobilie riskanter, weil Leerstand droht und ein Wertanstieg damit unwahrscheinlicher ist als in einer Wachstumsregion.

Zinsanstieg erhöht Kreditkosten

Auch in der Zinsentwicklung liegt ein gewisses Risiko, wenn ein Immobilienkauf kreditfinanziert wird. Denn ebenso wie ein Zinsrückgang die finanziellen Belastungen für den Käufer verringert, könnte ein Zinsanstieg die Kosten entsprechen erhöhen. Dagegen kann sich ein Immobilienkäufer zwar für einige Jahre absichern, indem er eine möglichst lange Zinsbindung vereinbart. Doch kann bei einem deutlichen Zinsanstieg der Fall eintreten, dass auch nach Ablauf der typischerweise zehnjährigen Zinsbindungsfrist viele Immobilienkäufer die monatliche Kreditrate nicht mehr stemmen können.

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Hier stehen die Banken in der Verantwortung zu prüfen, ob der Kreditnehmer solch einen Zinsanstieg verkraften könnte. Zudem ist zu empfehlen, Tilgungsraten von mindestens zwei Prozent und mehr zu vereinbaren, um den Kredit so schnell wie möglich abzuzahlen. Da die Zinsen derzeit extrem niedrig sind, können Käufer höhere Tilgungsraten vereinbaren, ohne dass die monatliche Belastung zu hoch wird. Alles in allem sind solche Bedenken jedoch zunächst theoretischer Natur. Dass die Zinsen mittelfristig steigen, ist derzeit eher unwahrscheinlich.

Seite vier: Preise im Aufwärtstrend

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