34i Gewo: Registrierungen steigen deutlich

Aktuell sind fast 11.000 Immobiliardarlehensvermittler gemäß Paragraf 34i Gewerbeordnung (GewO) im Register des Deutsche Industrie- und Handelskammertages (DIHK) erfasst. Damit ist ihre Zahl in den letzten drei Monaten deutlich gestiegen. Experten erwarten, dass die Zahl der Registrierungen bis zum 21. März 2017 auf 25.000 steigt.

34i Gewo Register
Zum 1. Oktober haben sich 10.948 34i-Vermittler im DIHK-Register eintragen lassen.

Im März 2016 wurde der Paragraf 34i in die Gewerbeordnung eingefügt, der das Berufsbild des Immobiliardarlehensvermittlers definiert. Die Darlehensvermittlung ist seitdem erlaubnispflichtig. Zum 1. Oktober haben sich 10.948 34i-Vermittler im DIHK-Register eintragen lassen. Zum Ende des ersten Halbjahrs waren es lediglich 1.379.

Wenig Honorar-Immobiliardarlehensberater registriert

„Nach den anfänglichen, ausschließlich durch die Politik in Berlin verursachten Startschwierigkeiten, bin ich über die hohe Anzahl zu diesem Zeitpunkt doch etwas überrascht – aber positiv“, kommentiert Frank Rottenbacher, Vorstand des AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung, die neuesten Zahlen. Der Verband begrüße sehr, dass sich viele Vermittler also rechtzeitig auf die Veränderungen ab dem 21. März 2017 einstellen.

Glaubt man den DIHK-Zahlen, scheint die Honorarberatung nicht nur bei Versicherungsvermittlern, sondern auch bei den Darlehensvermittlern eine Nische zu sein. Von den registrierten 10.948 34i-lern treten lediglich 369 als Honorar-Immobiliardarlehensberater auf (1. Juli 2016: 89). Bis zum Ende der Übergangsfrist wird sich die Zahl der 34i-Vermittler nach Ansicht des  AfW noch mehr als verdoppeln.

AfW geht von bis zu 25.000 34i-lern aus

„In unseren Schätzungen, die auch an die Politik gegangen sind, sind wir von circa 25.000 Vermittlern ausgegangen, die eine 34i-Erlaubnis beantragen werden. Diese Zahl halten wir weiterhin für realistisch“, sagt Rottenbacher. „In den letzten fünf Monaten der Übergangsfrist werden jetzt viele Vermittler folgen, die zunächst die Sachkundeprüfung ablegen müssen, um die Erlaubnis zu erhalten.“

Diese Entwicklung bestätigt Dr. Wolfgang Kuckertz, Vorstand des Berliner Schulungsanbieters Going Public. „Wir bemerken gerade einen rasanten Anstieg der Teilnehmerzahlen – insbesondere bei unseren Paragraf-34i-Online-Kursen, aber auch bei den Ultra-Kompakt-Kursen, die den gesamten Paragraf-34i-Stoff innerhalb einer Woche behandeln“, berichtet Kuckertz. „Es werden also noch zahlreiche Vermittler ihre Erlaubnis in den kommenden Monaten beantragen.“ (jb)

Foto: Shutterstock

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