17. Oktober 2016, 13:28
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Berliner Büromarkt erreicht Rekordumsatz

Der bisherige Neun-Monats-Rekord auf dem Berliner Büromarkt wurde um ein Fünftel übertroffen. Nach nur drei Quartalen übertrifft der Flächenumsatz alle Gesamtjahresergebnisse bis einschließlich 2014. Das ergibt eine Analyse von BNP Paribas.

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Berlin: Noch nie konnte auf dem Büromarkt so viel Fläche in drei Quartalen umgesetzt werden wie in 2016.

BNP Paribas Real Estate hat eine Analyse des Berliner Büromarktes erstellt. Mit einem Flächenumsatz von 643.000 Quadratmeter fahre der Markt bereits nach drei Quartalen ein Ergebnis ein, das mit Ausnahme des Jahres 2015 alle Gesamtjahresumsätze in den Schatten stellt. Der bisherige Neun-Monats-Rekord aus dem Vorjahr sei um rund ein Fünftel übertroffen wurden.

“Darüber hinaus stellt das in der Regel etwas umsatzschwächere dritte Quartal mit 238.000 Quadratmeter das bisher beste dar”, sagt Jan Dohrwardt, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate und Berliner Niederlassungsleiter.

Berlin auf Platz eins

Im bundesweiten Vergleich baue die Hauptstadt ihre Führung aus und liege mit deutlichem Abstand vor München (537.000 Quadratmeter) und Hamburg (396.000 Quadratmeter). Außerhalb der Großabschlüsse war laut BNP Paribas eine rege Marktaktivität zu verzeichnen.

Alle Kategorien ab 200 Quadratmeter halten Anteile zwischen 13 und 18 Prozent, zudem wurde in fast allen Segmenten im Vergleich mehr Umsatz verbucht. Rund 290.000 Quadratmeter wurden in den Citylagen registriert, 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Aber auch in den Topcity-Zonen wurde mit 143.000 Quadratmeter noch einmal deutlich mehr Umsatz vermeldet (plus 57 Prozent).

Bei der Verteilung des Flächenumsatzes nach Nachfragern würden rund zwei Drittel auf vier Branchen entfallen. Mit der öffentlichen Verwaltung und den sonstigen Dienstleistungen belegen zwei Nachfragegruppen den ersten Platz mit je 18 Prozent. Jeweils rund 15 Prozent der Nachfrage kämen von Unternehmen aus dem Bereich Medien und Werbung sowie Informations- und Kommunikationstechnologien.

Abnehmender Leerstand

Der Leerstandsabbau hat laut BNP Paribas noch einmal an Dynamik gewonnen: Innerhalb der letzten zwölf Monate hat er sich um rund ein Drittel reduziert. Betroffen seien alle Teilmärkte, wobei er sich in den Topcity-Lagen sogar halbiert habe. Die Leerstandsrate habe mit 2,9 Prozent im Jahresverlauf die drei Prozent-Marke unterschritten. Dies sei mit Abstand die niedrigste unter den großen deutschen Bürostandorten.

Mit dem Anziehen der Büromärkte sei auch ein Anstieg der Bautätigkeit zu verzeichnen. Mit rund 242.000 Quadratmeter liege das Bauvolumen rund 37 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die hiervon noch verfügbaren Flächen hätten sich sogar nahezu verdoppelt, insgesamt stünden dem Markt 170.000 Quadratmeter beziehungsweise ein Anteil von 70 Prozent zur Verfügung.

Vor dem Hintergrund des erheblichen Nachfragezuwachses sei dies jedoch immer noch ein geringer Wert. Durch den Leerstandsabbau liege das insgesamt verfügbare Flächenangebot mit 732.000 Quadratmetern 22 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Flächenengpass und steigende Mieten

Der Flächenengpass zeigt laut BNP Paribas Wirkungen beim Mietpreisniveau: Nahezu ausnahmslos sind die Höchst- und Durchschnittsmieten in den Teilmärkten gestiegen. Über das gesamte Marktgebiet liege die Spitzenmiete bei 28 Euro pro Quadratmeter – ein Plus von fast 17 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal 2015.

“Der Berliner Büromarkt entwickelt sich so positiv wie kein anderer und verfestigt sich zunehmend als bundesweit bedeutendster Bürostandort. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen deuten auf ein anhaltend lebhaftes Schlussquartal hin, in dem gegebenenfalls sogar der Vorjahresrekord eingestellt werden kann. Auch bei der Mietpreisentwicklung scheint das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht”, fasst Dohrwardt zusammen. (kl)

Foto: Shutterstock

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