24. November 2016, 10:32
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Viele Anleger profitieren nicht vom boomenden Immobilienmarkt”

Crowdinvesting für Immobilien ist hierzulande ein noch junges Marktsegment. Über Internetplattformen sollen Projekte mithilfe von Kleinanleger-Kapital umgesetzt werden. Cash. sprach mit Carl von Stechow, Geschäftsführer der Plattform Zinsland, und Simon Brunke, Vorstand von Exporo.

Corwdinvesting

Simon Brunke (rechts, Unternehmen: Exporo) und Carl Friedrich von Stechow (links, Unternehmen: Zinsland)

Cash.: Welche Anlegergruppen sind bei Ihnen auf der Plattform zu finden?

Brunke: Crowdfunding-Projekte sprechen online-affine Anleger an, die für Innovationen brennen. Sie investieren in der Regel eher kleinere Beträge. Beim Crowdinvesting kommt hinzu, dass die Anleger oftmals das Vertrauen in klassische Anlageformen verloren haben und in Niedrigzinszeiten nach Alternativen suchen. Da bei Immobilienprojekten Laufzeiten von 18 bis 36 Monaten üblich sind, ist das eingesetzte Kapital auch schnell wieder verfügbar.

von Stechow: Die Immobilienprojekte unterscheiden sich sicherlich etwas von anderen Investitionsprojekten, zum Beispiel in Startups. Auf unseren Plattformen finden wir eher erfahrene Immobilieninvestoren. Das liegt daran, da es sich bei uns um an sich um Vermögensanlagen im klassischen Sinne handelt, die lediglich online angeboten werden. Vergleichbar sind von der Anlegerstruktur der Plattformen diejeniegen, die grüne Anlageprodukte anbieten.

Anleger, die in ein Crowdfunding-Projekt investieren, gewähren damit in der Regel ein nachrangiges Darlehen. Im Falle einer Insolvenz werden ihre Forderungen erst nach denen der Banken bedient. Ist das Risiko nicht zu hoch?

Brunke: Wie bei allen in die Zukunft gerichteten Investitionen besteht ein Risiko des Totalverlusts. Daher ist es wichtig, vor dem Crowdinvesting genau zu prüfen, in welche Projekte man investiert. Wichtige Fragen sind beispielsweise: Wie viel Eigenkapital ist vorhanden? Haftet es vorrangig zu meiner Anlage? Wie viel Erfahrung hat der Projektträger? Wurde bei früheren Projekten alles planmäßig zurückgezahlt?

Seite zwei: “Markt verträgt sehr viel Wettbewerb”

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

BRSG: Wie der Vertrieb seine Rolle stärker nutzen kann

Seit über einem Jahr setzt das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) Anreize für den Vertrieb, das Thema betriebliche Altersvorsorge (bAV) zu forcieren. Doch wie ist es um die Ausrichtung des Vertriebs bestellt? Ein Kommentar von Dr. Matthias Wald, Leiter Vertrieb bei Swiss Life Deutschland.

mehr ...

Immobilien

Neue Strategien fürs Energiesparen

32 Prozent der Heizungen in deutschen Kellern sind 20 Jahre oder älter. Sie verursachen höhere Heizkosten und stoßen mehr CO2 aus als moderne Geräte. Steigende Energiepreise sorgen seit Jahren für Frust bei Immobilienbesitzern. Doch der Staat unterstützt energetische Sanierungen mit Fördermitteln. Höchste Zeit, veraltete Anlagen zu ersetzen oder zu modernisieren.

mehr ...

Investmentfonds

NordLB: Finanzspritze verzögert sich – Umsetzung erst im 4. Quartal

Die Rettung der angeschlagenen Norddeutschen Landesbank (NordLB) mit einer vereinbarten Milliarden-Finanzspritze verzögert sich. Wie das Institut am Donnerstagabend in Hannover mitteilte, kann die bisher für das 3. Quartal geplante Umsetzung der Kapitalmaßnahmen erst im 4. Quartal dieses Jahres erfolgen.

mehr ...

Berater

Neuer Trend mit Potenzial: Design Thinking hilft Unternehmen, effizienter zu arbeiten

Die Entwicklung von neuen Ideen, Konzepten und Produkten gehört zu einem der schwersten Arbeitsprozesse. Auf Knopfdruck kreativ und innovativ zu sein, gelingt den wenigsten Menschen. Die Agile Coaches und Unternehmensberater des Darmstädter Unternehmens 4craft packen das Problem an der Wurzel: Für alle, egal ob Angestellten, Produktentwickler oder Führungskräfte, die in der Entwicklung neuer Produkte auf Granit beißen, bieten sie Workshops in Design Thinking an.

mehr ...

Sachwertanlagen

Speziell für Stiftungen und institutionelle Anleger: Vollregulierter Zweitmarktfonds mit günstigem Risikoprofil

Die Bremer Kapitalverwaltungsgesellschaft HTB Fondshaus bringt nach einer Reihe von Publikums-AIF erstmals einen Spezial-AIF für Stiftungen und institutionelle Anleger heraus. Neben sogenannten semiprofessionellen Anlegern können sich auch institutionelle Investoren ab einer Summe von 200.000 Euro am Spezial-AIF beteiligen.

mehr ...

Recht

Gesetzlicher Unfallschutz greift auch bei Probearbeit

Der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung gilt auch an Probearbeitstagen. Das geht aus einem Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) in Kassel von Dienstag hervor.

mehr ...