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12. April 2016, 08:42
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Deutsche Hypo-Jubiläums-Index: Fallendes Immobilienklima und steigende Immobilienkonjunktur

Der Deutsche Hypo-Index erscheint zum 100. Mal. Der monatlich veröffentlichte Index dokumentiert seit mittlerweile mehr als acht Jahren die Stimmungslage im Markt.

Deutsche-Hypo-Index Haus Immobilienkonjunktur in Deutsche Hypo-Jubiläums-Index: Fallendes Immobilienklima und steigende Immobilienkonjunktur

Der Deutsche Hypo Index wurde gestern zum 100. Mal veröffentlicht.

Seit seiner Einführung habe sich der Deutsche Hypo-Index zum Benchmark-Indikator für die gewerbliche Immobilienwirtschaft entwickelt. “Unser Index hat sich innerhalb kürzester Zeit als wichtiger Gradmesser in der Branche etabliert”, betonte Herausgeber Andreas Schulten, Vorstand der Bulwien Gesa.

Im Januar 2008 noch als King-Sturge-Index gestartet, gibt der Index seitdem Monat für Monat Auskunft über das aktuelle Immobilienklima und die aktuelle Immobilienkonjunktur. Seit Januar 2012 veröffentlicht die Deutsche Hypo den Index.

Vorlauf von bis zu drei Monaten

Beim Studium der historischen Zeitreihen falle auf, dass heftige Stimmungseinbrüche und -anstiege beim Index oftmals in Abhängigkeit zu exogenen Entwicklungen wie Leitzinssenkungen, Bonitätsabstufungen, Konjunkturaufschwüngen oder Aktienmarkteinbrüchen – teilweise vorlaufend – erfolgen. Bedeutende Politik- und Sportereignisse würden sich hingegen kaum auf die Index-Entwicklung auswirken.

Gegenüber dem Produktionsindex für das Bauhauptgewerbe weise der Deutsche Hypo-Index einen Vorlauf von bis zu drei Monaten auf. “Unser Index dient als seismografisches Instrument, das konjunkturelle Wendepunkte im gewerblichen Immobilienmarkt frühzeitig erkennt und die Bewertung zukünftiger Marktentwicklungen ermöglicht. Wir freuen uns, mit dem Deutsche Hypo-Index dem Puls der gewerblichen Immobilienwirtschaft oftmals einen Herzschlag voraus zu sein”, sagte Schulten.

Stimmungsdämpfer zum Jubiläum

Die gestern veröffentlichte Ausgabe des Deutsche-Hypo-Index trägt den Titel „Stimmungsdämpfer zum Jubiläum“ und zeigt einen Rückgang des Immobilienklimas um 3,7 Prozent auf 133,2 Zählerpunkte. Die Immobilienkonjunktur hingegen klettere um 2,8 Prozent auf 275,2 Zählerpunkte.

Das Immobilienklima präsentiere sich im Jahr 2016 zwar allgemein weiterhin auf einem hohen, aber nicht auf Spitzenniveau. Es habe sich nach zunehmenden Verlusten im März stabilisiert. Die Experteneinschätzungen zeige jedoch ein zunehmend eingetrübtes Stimmungsbild mit weiter sinkenden Werten.

Sowohl das Investment- als auch das Ertragsklima müssten deutliche Verluste von 2,5 beziehungsweise fünf Prozent auf 141,8 beziehungsweise 124,8 Zählerpunkte verzeichnen. Insgesamt sei beim Immobilienklima ein Minus von 3,7 Prozent auf 133,2 Zählerpunkte registriert wurden. Einen Rückgang dieser Dimension habe es zuletzt im Juni 2015 mit minus 4,4 Prozent gegeben.

Verluste beim Immobilienklima

Die starken Verluste beim Immobilienklima resultieren aus den negativen Wachstumsraten beim Büro-, Handel- und Wohnklima. Den stärksten Rückgang von 5,6 Prozent auf 130 Zählerpunkte zeige das Bürosegment. Unter dieser Marke habe es zuletzt im Juli 2015 gelegen.

Mit einem Minus von 4,7 Prozent auf 118,6 Zählerpunkte folge das Handelklima, das damit so niedrig liege, wie zuletzt vor knapp 1,5 Jahren. Beim Wohnklima seien die Verluste mit 2,6 Prozent zwar etwas geringer, doch nach dem Rückgang im März von minus 2,5 Prozent, verliere es bereits zum zweiten Mal in Folge.

Positive Tendenzen seien hingegen beim Hotel- und Logistikklima zu erkennen. Das Hotelklima könne, nach zwei Verlusten in Folge, im April ein Plus von 0,5 Prozent  auf 136 Zählerpunkte verzeichnen. Das Logistikklima steige leicht um 0,2 Prozent auf 141,4 Zählerpunkte.

Positive Entwicklung der Immobilienkonjunktur

Seit Jahresbeginn seien bei der Immobilienkonjunktur Monat für Monat Verluste verzeichnet wurden. Doch im Gegensatz zum Immobilienklima könnten hier wieder positive Entwicklungsimpulse wahrgenommen werden. Mit einer Steigerung von 2,9 Prozent klettere der Wert auf aktuell 275,2 Zählerpunkte. (kl)

Foto: Shutterstock

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