26. Mai 2016, 09:54
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F+B-Mietspiegelindex: Mieten wachsen weiter

Das dynamische Wachstum der Marktmieten wirkt sich sukzessive auf das Niveau der Mietspiegel aus. Im vergangenen Jahr sind die ortsüblichen Vergleichsmieten um 1,8 Prozent gestiegen, nach 1,7 Prozent im Vorjahr. Dies ist das Ergebnis des aktuellen F+B-Mietspiegelindex 2015.

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Mieter müssen sich auf steigende Mietpreise einstellen. Auch in Ostdeutschland holen die Mieten auf.

Analysiert wurden die Nettokaltmieten von Wohnungen mit einer Fläche von 65 Quadratmetern, mittlerer Ausstattung und Lage in Gemeinden mit mindestens 20.000 Einwohnern und veröffentlichten Mietspiegeln.

München bleibt teuerste Stadt

„Die teuerste Großstadt ist nach wie vor München. Die Münchner zahlen durchschnittlich 11,12 Euro pro Quadratmeter Nettokaltmiete für ihre Bestandswohnungen und liegen damit 74 Prozent über den 6,39 Euro pro Quadratmeter, die in den Mietspiegelstädten insgesamt im Schnitt gezahlt werden“, erläutert Dr. Michael Clar, Geschäftsführer von F+B.

Ebenfalls weit oben auf der Rangliste seien die Metropolräume Stuttgart (Rang 3), Köln (9), Hamburg (12) und Frankfurt/Main (17). In Stuttgart würden die Mieten mit 8,57 Euro pro Quadratmeter 34 Prozent über dem aktuellen Bundesdurchschnitt liegen.

Köln liege mit 8,19 Euro pro Quadratmeter 28 Prozent über dem Durchschnitt und Hamburg mit 8,01 Euro 25 Prozent darüber. In Frankfurt/Main müssten Mieter durchschnittlich 7,81 Euro pro Quadratmeter und damit 22 Prozent mehr bezahlen.

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Arbeitsplatzangebot erhöht Mieten

„Der F+B-Mietspiegelindex spiegelt somit auch die Wohnungsmarktsituation in den prosperierenden Wirtschaftsmetropolen Deutschlands wider“, so Clar. „Ein attraktives Arbeitsplatzangebot zieht weitere Wohnungsnachfrager an, der Wohnungsmarkt wird enger und die Mieten steigen.“

Wenn auch auf einem niedrigerem Niveau, trete dieser Effekt ebenfalls in ostdeutschen Großstädten auf. Jena, Rostock und Erfurt würden auf den Index-Rangplätzen 65 bis 88 mit einer Durchschnittsmiete von 6,16 bis 6,34 Euro pro Quadratmeter im Durchschnitt aller Mietspiegelstädte liegen. Die Mieten für die übrigen ostdeutschen Großstädte seien aber überwiegend niedriger. So zahle man zum Beispiel in Potsdam im Schnitt 5,94 Euro pro Quadratmeter und erreiche damit das Berliner Niveau.

Berlin vergleichsweise günstig

„Vergleichsweise günstig ist das Wohnen in der Hauptstadt, wenn man die anderen Metropolregionen als Vergleichsmaßstab heranzieht. In den westlichen Stadtteilen Berlins kosten Bestandswohnungen momentan im Schnitt 6,39, in den östlichen 5,79 Euro pro Quadratmeter. Gerade in Berlin existiert aufgrund seiner Größe und seines ausdifferenzierten Wohnungsmarktes eine enorme Spannbreite, die der Mittelwert naturgemäß nicht wiedergibt.“, erklärt Clar.

„Deutschlandweit zeigt sich wieder das bekannte Muster: Je neuer eine Wohnung, desto höher ihre Miete von rund 6,00 Euro im Altbau bis 7,85 Euro pro Quadratmeter im aktuellen Neubau“, kommentiert Clar. Allerdings würden die sanierten und umfassend modernisierten Altbauwohnungen in den Neuen Ländern überdurchschnittlich aufholen. Im Westen würden dagegen insbesondere die Baualtersklassen der 1970er und 1980er Jahre anziehen.

Die aktuell diskutierten Auswirkungen des Zustroms von Flüchtlingen würden sich in ihrem Einfluss auf die ortsüblichen Vergleichsmieten erst zeitverzögert in den nächsten Jahren zeigen. (kl)

Foto: Shutterstock

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